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Adidas-Aktionäre wollen Fifa-Vertrag kündigen

Neuer Ärger für die Fifa nach dem Knall: Adidas soll prüfen, ob der Vermarktungsvertrag zu kündigen ist. Dies verlangt eine Vereinigung von Privatanlegern.

Adidas-Aktionäre machen Druck auf den Konzern wegen des Vermarktungsvertrags mit der Fifa: Konzernchef Herbert Hainer spricht an einer Aktionärsversammlung 2014.
Adidas-Aktionäre machen Druck auf den Konzern wegen des Vermarktungsvertrags mit der Fifa: Konzernchef Herbert Hainer spricht an einer Aktionärsversammlung 2014.
Keystone

Die Fifa könnte einen ihrer wichtigsten Sponsoren und Partner verlieren. Bei den Aktionären des Sportartikelherstellers und langjährigen Fifa-Partners Adidas sieht man die Verbindung des Konzerns mit dem Weltfussballverband kritisch, wie die deutsche «Welt» schreibt.

«Adidas muss jetzt prüfen, ob der Fifa-Vertrag zu kündigen ist.» Das sagt Hans-Martin Buhlmann, Vorsitzender der Vereinigung institutioneller Privatanleger (VIP), die zusammen rund 230 Millionen Euro an Anteilen an der Firma halten. Adidas könne von seinen Angestellten nicht gesetzeskonformes Handeln verlangen, selbst aber Geschäftsbeziehungen zu einem Verband aufrechterhalten, bei dem Korruption grassiere.

Es geht um Hunderte Millionen Euro

Adidas ist seit 45 Jahren einer der wichtigsten Sponsoren der Fifa und hat erst 2013 seinen Vertrag bis 2030 verlängert. Laut der «Welt» belaufe sich der Einsatz des Drei-Streifen-Konzerns auf geschätzte 50 Millionen Euro pro Jahr – allein der neue Vertrag bringt der Fifa also rund 850 Millionen ein.

Buhlmann fordert darum auch, dass die Fifa nach Vorgaben von Adidas aufgestellt werden solle. «Adidas-Chef Herbert Haine könnte bei der Fifa-Neuaufstellung eine Schlüsselrolle übernehmen.» Zwar sei die WM-Vermarktungslizenz der Fifa, die Teil des Vertrags ist, wirtschaftlich wichtig für Adidas, doch «der Erfolg muss nachhaltig sein».

Wie wichtig die Zusammenarbeit für Adidas ist, zeigt diese Zahl: Allein im Fussballgeschäft erzielt der Konzern jährlich rund zwei Milliarden Euro Umsatz. Kein Wunder also, hat Adidas den Rücktritt von Fifa-Präsident Sepp Blatter begrüsst und als Schritt in Richtung transparenter Strukturen bezeichnet.

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