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Air France tief in den roten Zahlen

Dank höherer Ticketpreise konnte Air France-KLM den Umsatz im zweiten Quartal zwar steigern. Dennoch resultiert für die Fluggesellschaft ein Verlust von 895 Millionen Euro.

Teurer Treibstoff bereitet den Fluggesellschaften Bauchschmerzen: Air-France-Maschine wird in Marseille betankt. (Archivbild)
Teurer Treibstoff bereitet den Fluggesellschaften Bauchschmerzen: Air-France-Maschine wird in Marseille betankt. (Archivbild)
Keystone

Teurer Treibstoff und der aufwendige Konzernumbau haben die Fluggesellschaft Air France-KLM tief in die roten Zahlen gerissen. Im zweiten Quartal stand ein Verlust von 895 Millionen Euro zu Buche. Das ist rund viereinhalbmal so viel wie ein Jahr zuvor.

Rückstellungen für die Umstrukturierung und Finanzgeschäfte belasteten das Ergebnis mit mehr als 700 Millionen Euro, wie Air France- KLM heute in Paris mitteilte. Den operativen Verlust konnte das Unternehmen dank höherer Erlöse und Einsparungen hingegen überraschend von 145 Millionen auf 66 Millionen Euro eindämmen.

Umsatz konnte gesteigert werden

Zwischen April und Juni steigerte der Konzern seinen Umsatz um 4,5 Prozent auf 6,5 Milliarden Euro. Bei der Verbesserung halfen höhere Ticketpreise. Damit konnte das Unternehmen die gestiegenen Kosten für Treibstoff mehr als kompensieren.

Ende Juni hatte Air France bekannt gegeben, dass im Zuge des Konzernumbaus rund 5100 Arbeitsplätze abgebaut werden sollen. Air France-KLM beschäftigt derzeit 49'300 Mitarbeiter.

Auch Einbruch bei Ryanair

Auch die irische Billigfluggesellschaft Ryanair hat im ersten Quartal seines Geschäftsjahres 2012/13 einen Gewinnrückgang um fast ein Drittel erlitten. Im Zeitraum zwischen April und Juni schrumpfte der Überschuss unter dem Strich auf 99 Millionen Euro.

Zwar stieg der Umsatz um 11 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro, wie Europas grösster Billigflieger am Montag bekannt gab. Die Umsatzsteigerung konnte die höheren Treibstoffpreise allerdings nur teilweise ausgleichen.

Konzernchef Michael O'Leary hatte sich bereits bei der Präsentation der Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr pessimistisch gezeigt. Der Gewinn werde voraussichtlich zurückgehen, kündigte er damals an.

O'Leary rechnet weiterhin damit, dass der um Sondereinflüsse bereinigte Gewinn im Geschäftsjahr 2012/13 auf 400 bis 440 Millionen Euro sinken wird. Die Gesellschaft könne die Ticketpreise kaum so stark anheben, dass sie die steigenden Ausgaben für Kerosin decken, argumentierte das Management

Im Geschäftsjahr 2011/12 hatte das Unternehmen seinen Gewinn dank eines Sondererlöses aus dem Ticketverkauf um die Hälfte auf 560 Millionen Euro gesteigert. Auch ohne Sondereffekte lag der Überschuss noch um ein Viertel höher bei 503 Millionen Euro.

SDA/mrs

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