Aktionäre klagen wegen Korruptionsaffäre gegen Glencore-Konzern

Der britisch-schweizerische Rohstoffkonzern soll falsche und irreführende Erklärungen abgegeben haben. Mindestens zwei Prozesse warten in den USA auf Glencore.

Verdächtige Zahlungen: Die US-Behörden nehmen das Bergbaugeschäft von Glencore in der Demokratischen Republik Kongo, in Venezuela sowie in Nigeria unter die Lupe. Bild: FABRICE COFFRINI/AFP

Verdächtige Zahlungen: Die US-Behörden nehmen das Bergbaugeschäft von Glencore in der Demokratischen Republik Kongo, in Venezuela sowie in Nigeria unter die Lupe. Bild: FABRICE COFFRINI/AFP

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Auf den britisch-schweizerischen Rohstoffkonzern Glencore kommen in den USA im Zusammenhang mit einer Korruptionsaffäre mindestens zwei Prozesse zu. Aktionäre werfen dem Unternehmen vor, falsche und irreführende Erklärungen abgegeben zu haben. Das geht aus den beiden Klagen hervor, die am Montag in Newark im Bundesstaat New Jersey sowie am Mittwoch in New York eingereicht wurden. Glencore reagierte am Mittwochabend zunächst nicht auf entsprechende Anfragen.

Die US-Behörden nehmen in den Korruptionsermittlungen das Bergbaugeschäft von Glencore in der Demokratischen Republik Kongo, in Venezuela sowie in Nigeria unter die Lupe. Dabei soll es verdächtige Zahlungen gegeben haben. US-Gesetze stellen Schmiergeld auch im Ausland unter Strafe.

Glencore hatte erklärt, mit dem US-Justizministerium zusammenzuarbeiten. Demnach hat das im schweizerischen Baar ansässige Unternehmen ein Gremium eingerichtet, um auf die Vorwürfe zu reagieren. Das Komitee wird von Verwaltungsratspräsident Tony Hayward geleitet. Die Glencore-Aktie schloss am Mittwochabend mit einem Minus von fast fünf Prozent. (sda)

Erstellt: 12.07.2018, 03:07 Uhr

Artikel zum Thema

Glencore-Tochter bezahlt Millionen für «Beziehungspflege»

Vertrauliches Papier zeigt: So viel liess sich der Rohstoffriese die Kontakte mit der Kongo-Elite kosten. Mehr...

Glencore im Visier der US-Justiz – Aktie brach ein

Nach den Paradise Papers verlangt die US-Justiz Dokumente der grössten Schweizer Firma. Anleger flohen in Scharen aus der Aktie. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Paid Post

Das Potenzial von Megatrends nutzen

Thematisches Investieren setzt sich neben regionalem und sektoriellem Anlegen immer mehr durch.

Kommentare

Blogs

Tingler Bin ich fix?
Mamablog Ist geschlechtsneutrale Erziehung extrem?
Never Mind the Markets Indien überholt Nigeria

Die Welt in Bildern

Grossflächig: Der für seine in die Landschaft integrierten Kunstwerke bekannte französische Künstler Saype zeigt im Park La Perle du Lac sein Werk «Message from Future». (16. September 2018)
(Bild: Valentin Flauraud) Mehr...