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Angestellte kritisieren UBS-Chef Grübel

Elli Planta, Vertreterin der UBS-Mitarbeiter, kritisiert den obersten Chef der Bank – für seinen Umgang mit den Angestellten. Die Leute, so Planta, hätten Angst.

«Direkte, wenn nicht ruppige Art»: Oswald Grübel.
«Direkte, wenn nicht ruppige Art»: Oswald Grübel.

«Der grösste Wunsch der Mitarbeiter ist Ruhe für die UBS», sagt Elli Planta, Präsidentin der UBS-Angestelltenvertretung in ihrem Abschiedsinterview mit dem «Sonntag». Die Drohung von UBS-CEO Oswald Grübel diese Woche, wenn die Grossbanken ihre Risiken zu stark reduzieren müssten, könnte er allenfalls den Devisenhandel ins Ausland verlegen, wirke kontraproduktiv.

«Mit Ausnahme von Gandhi oder Mandela werden die Leute mies, wenn sie auf Dauer unter Druck stehen. Das versuchte ich auch Herrn Grübel klar zu machen», sagt Planta. Der wolle zudem nicht wahrhaben, dass er in seiner direkten, wenn nicht ruppigen Art, die Leute verschrecke.

«Bis in die höchsten Chefetagen» verängstigt

Grübels grösstes Problem sei, dass «er glaubt, alle Mitarbeiter seien wie er», sagt die 60-Jährge streitbare Mitarbeiter-Vertreterin. «Doch nicht alle sind so mutig, so stark, so rational, so unverdrossen wie er und krisentauglich.» Im Gegenteil: Die Mehrheit der Mitarbeiter - «bis in die höchsten Chefetagen» – seien verängstigt, zumal in Krisen.

Umso wichtiger sei die Mitarbeitervertretung. Sie habe eine eingzigartige Vereinbarung über das Konsultationsverfahren bei Massenentlassungen während ihrer Zeit durchgeboxt. Ihr neu gewählter Nachfolger Dieter Biegger übernimmt Anfang Juli. Auch er bemängelt: «Die Äusserungen von Herrn Grübel haben bei Mitarbeitern zu Fragezeichen geführt.» Denen müsse sich Grübel intern stellen. «Die Mitarbeiter können sich mit der Gewissheit an mich wenden, dass ich berechtigte Anliegen gegenüber den Verantwortlichen thematisieren werde», sagt er gegenüber dem «Sonntag».

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