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Angst vor Rezession – Kurssturz an den Börsen

Der Dow Jones fiel erstmals seit vier Jahren unter der Marke von 10'000 Punkten. Die Schweizer Börse erlebte einen Schwarzen Montag. Die Finanztitel verloren massiv.

Keystone

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Verlauf zwischen einem Hoch von 10'322 und einem Tief von 9525 Punkten. Er ging 3,6 Prozent im Minus bei 9955 Zählern aus dem Handel. Zeitweise hatten der Dow und der S&P sieben Prozent, die Nasdaq sogar acht Prozent verloren.

Den fallenden Kursen in New York waren dramatische Verluste an den Börsen in Schwellenländern und Europa vorangegangen. In Frankfurt ging der Leitindex Dax 7,1 Prozent leichter auf 5387 Punkten aus dem Handel. Er verbuchte damit den grössten Tagesverlust seit Januar.

Rettungsaktionen machten Angst

Die immer noch angespannte Lage am Kreditmarkt und die weitere Konjunkturentwicklung belastete Investoren. Auch die jüngsten Rettungsaktionen für europäische Banken drückten auf die Stimmung. Die Sorge vor einer Rezession machte sich zunehmend breit.

SMI-Absturz um 6 Prozent

Die Schweizer Börse erlitt den grössten Kursverlusten seit den Anschlägen vom 11. September 2001. Beschleunigt wurde die Talfahrt am Nachmittag noch vom Absturz der Kurse an der Wall Street.

Der SMI schloss 6,12 Prozent tiefer auf 6458,72 Punkten. 2001 waren das Börsenbarometer um mehr als sieben Prozent eingebrochen. Der breite SPI sackte 5,84 Prozent auf 5369,22 Zähler ab.

Als einen Auslöser des Kurseinbruchs orteten Händler die jüngste Entwicklung bei der Hypo Real Estate. Für die deutsche Immobilienbank musste über das Wochenende ein zweites Rettungspaket geschnürt werden. Zudem deute die Tatsache, dass verschiedene EU-Staaten für Spareinlagen garantieren wollen, auf den Ernst der Lage hin.

Finanztitel unter Druck

Einmal mehr standen deshalb die Aktien der Grossbanken UBS und Credit Suisse sowie des Rückversicherers Swiss Re stark unter Druck. UBS sackten um rund 13, Credit Suisse neun und Swiss Re sogar um mehr als 13 Prozent ab.

Die Titel des Vermögensverwalters Julius Bär brachen kurzzeitig bis zu einem Viertel ein und schlossen noch 15 Prozent tiefer. Sie leiden nach Ansicht von Händlern darunter, dass die Bank über die auf alternative Anlagen spezialisierte Tochter GAM im Bereich Hedgefonds tätig ist.

Ölpreis gesunken

Peter Cardillo von Avalon Partners sagte, auch der sinkende Ölpreis sei ein Zeichen für das Abkühlen der Weltwirtschaft. Der Preis für ein Barrel US-Leichtöl sank um fünf Prozent auf rund 89 Dollar. Schwer gebeutelt wurden deshalb auch Energiewerte wie Chevron - die Aktie verlor 3,2 Prozent.

SDA/grü

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