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Anleger stossen Basler-Kantonalbank-Aktien ab

Das Nein zur Lex USA setzt einigen Banken zu: Die Basler Kantonalbank ist an der Börse auf den tiefsten Stand seit zehn Jahren gesunken.

Nach dem definitiven Aus für die Lex USA sind die Titel der Basler Kantonalbank wie auch diejenigen ihrer Tochtergesellschaft Bank Coop heute stark unter Druck geraten. Die meisten anderen Kantonalbankentitel zeigen im generell schwachen Marktumfeld dagegen keine auffallende Bewegungen. Der Nationalrat hatte gestern kurz nach 17 Uhr das Gesetz zur Beilegung des US-Steuerstreits zum zweiten Mal abgelehnt und damit endgültig beerdigt.

Der Partizipationsschein der Basler Kantonalbank (BKB) notierte heute kurz nach Mittag 5,2 Prozent im Minus. Im Verlauf des Vormittags erreichte der Titel mit 74.20 Franken einen Tiefstand, den er zuvor seit über zehn Jahren nicht mehr erreicht hatte. Das Basler Staatsinstitut steht im Visier der USA und verhandelt deswegen seit gut zwei Jahren mit den amerikanischen Behörden.

Klage als Einschränkung des Geschäfts

Marktbeobachter spekulieren darüber, dass die USA nach dem Scheitern der Lex USA mit der Anklage gegen eine Kantonalbank hohen Druck auf die Schweiz ausüben könnten. Damit wären vor allem die BKB sowie die ebenfalls im Visier der US-Behörden stehende Zürcher Kantonalbank (ZKB) gefährdet.

Eine Anklage in den USA würde wegen der Reputationsrisiken, aber auch wegen einem möglichen Ausschluss vom Dollar-Clearing eine erhebliche Einschränkung des Geschäfts bedeuten. BKB-CEO Guy Lachappelle hatte allerdings in Interviews betont, keine Anzeichen für eine Klageerhebung zu haben.

Mit einem Minus von 1,5 Prozent etwas weniger markant sank der Aktienkurs der St. Galler Kantonalbank. Die in den vergangenen Wochen ebenfalls stark unter Druck geratenen Titel der Waadtländer Kantonalbank notierten noch 0,7 Prozent im Minus.

(SDA)

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