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Auch Deutsche Bank im Visier der US-Behörden

Der New Yorker Generalstaatsanwalt Andrew Cuomo hat seine Untersuchungen wegen umstrittener Praktiken beim Vertrieb sogenannter ARS-Anleihen auf drei weitere Banken ausgeweitet.

Die Deutsche Bank, die Bank of America und Goldman Sachs werden verdächtigt Privatanlegern hochriskante Auktionsanleihen als sichere Geldanlage angepriesen zu haben. Dies teilte Cuomos Behörde mit. Bei der Kreditkrise verloren die Papiere drastisch an Wert.

Die Deutsche Bank lehnte eine Stellungnahme ab. Das grösste deutsche Geldhaus gehört aber zu den kleineren Emittenten dieser Spezialbonds - auch schon wegen des kleinen Filialnetzes in den USA. Analysten sprechen von einem Volumen von bis zu 300 Millionen Dollar bei einem gesamten Markt von mehr als 300 Milliarden Dollar, während andere Institute wie die Citigroup zweistellige Milliardenbeträge emittiert haben.

UBS kauft zurück

Bei ARS-Anleihen (Auction Rate Securities) handelt es sich um Papiere, deren Zins immer wieder durch Auktionen neu festgelegt wird. Der Wert dieser Anleihen, mit denen viele US-Gemeinden Investitionen finanziert hatten, sank in der Finanzkrise drastisch. Der Markt trocknete komplett aus.

Fünf Grossbanken, neben der UBS auch Morgan Stanley, JP Morgan Chase, Wachovia und Citigroup - haben sich bereits mit Cuomo auf den Rückkauf von ARS-Anleihen zum Nennwert von mehreren Milliarden Dollar geeinigt. Die Einigung der UBS von Anfang August umfasste neben den New Yorker Behörden auch noch weitere amerikanische Behörden und Regulatoren.

SDA/cpm

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