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Axpo tief in den roten Zahlen

Der Stromkonzern schreibt 730 Millionen Franken Verlust. Die Kantone müssen darum auf viel Geld verzichten.

Hat im September einen Abschreiber von 1,5 Milliarden Franken bekannt gegeben: Der Axpo mach vor allem die tiefen Strompreise im Grosshandel zu schaffen.
Hat im September einen Abschreiber von 1,5 Milliarden Franken bekannt gegeben: Der Axpo mach vor allem die tiefen Strompreise im Grosshandel zu schaffen.
Keystone

Im Geschäftsjahr 2013/14 ist die Axpo wegen der bereits früher bekannt gegebenen Wertberichtigung in die Verlustzone gerutscht. Das Minus beträgt 730 Millionen Franken, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte.

Im Vorjahr hatte Axpo noch einen Gewinn von 212 Millionen Franken geschrieben. Das Betriebsergebnis 2013/14 dagegen bezeichnet der Stromkonzern der Kantone Zürich, Aargau, St. Gallen, Thurgau und Schaffhausen also solide.

Der um Sondereffekte bereinigte Betriebsgewinn von 479 Millionen Franken ist gemäss der Mitteilung auf die starke Handelsposition in Europa, die Neuausrichtung des Unternehmens und die bereits umgesetzten Rentabilitätsmassnahmen zurückzuführen.

Strompreise sinken

Der Gesamtumsatz des Konzerns sank dagegen erneut. Mit 6,7 Milliarden Franken fällt er um 300 Millionen tiefer aus als im Vorjahr. Gesunken ist vor allem der Umsatz im Energiegeschäft und in der Netznutzung. Der gesamte Energieabsatz jedoch stieg von 77,9 Milliarden auf 79,4 Milliarden kWh.

Grund für die gegenläufigen Entwicklungen sind laut Axpo die nach wie vor sinkenden Grosshandelspreise für Strom auf dem europäischen Markt, was auch zu der bereits im September mitgeteilten Wertberichtigung auf Kraftwerken und Bezugsverträgen von 1,5 Milliarden Franken geführt hat.

Angesichts des negativen Ergebnisses wird er Verwaltungsrat der Generalversammlung vom 13. März 2015 vorschlagen, auf die Ausschüttung der Dividende zu verzichten. 2013 zahlte die Axpo den acht beteiligten Kantonen insgesamt 74 Millionen Franken aus.

SDA/ldc

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