Barclays zahlt im Libor-Skandal 100 Millionen Dollar

Nach dem Skandal um Zinsmanipulationen hat sich die britische Grossbank Barclays mit 44 US-Bundesstaaten nun auf eine Summe geeinigt.

Wird zur Kasse gebeten: Barclays-Filiale in London. (29. Juli 2016).

Wird zur Kasse gebeten: Barclays-Filiale in London. (29. Juli 2016). Bild: Andy Rain/Keystone

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Nach Angaben des Generalstaatsanwalts von New York wurde ein Fehlverhalten im Zusammenhang mit der Ermittlung des Libor-Referenzzinssatzes zwischen August 2005 und Mai 2008 eingeräumt.

Im Zug der Manipulationsvorwürfe sieht sich die Bank zahlreichen Rechtsstreitigkeiten ausgesetzt. 2012 einigte sie sich mit dem US-Justizministerium, der Regulierungsstelle und den britischen Behörden auf die Zahlung von 453 Millionen Dollar.

Auch UBS hat Vereinbarungen getroffen

Neben Barclays haben bislang auch andere Grossbanken Vereinbarungen mit den US-Behörden getroffen, darunter die UBS, die Royal Bank of Scotland und die Deutsche Bank.

Am Libor und verwandten Referenzzinsätzen hängen Geschäfte in einem Volumen von Hunderten Billionen Dollar, wodurch sich schon durch kleine Bewegungen hohe Gewinne erzielen lassen. (sep/sda)

Erstellt: 08.08.2016, 21:31 Uhr

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