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«Bei den Jungen hat sich so viel Unzufriedenheit aufgestaut»

Die Wirtschaft habe ganze Sektoren aus der Entwicklung ausgeschlossen, deshalb sei eine soziale Explosion zu befürchten, sagt WEF-Gründer Klaus Schwab.

Explosion der Gewalt: «Occupy»-Demonstranten in Rom am 15. Oktober 2011.
Explosion der Gewalt: «Occupy»-Demonstranten in Rom am 15. Oktober 2011.
AFP

«Das kapitalistische System passt in seiner jetzigen Form nicht mehr in die heutige Welt. »Wer hat das geschrieben? Ich glaube, das war ich.

Genau, in einem Gastbeitrag für die NZZ. Darin schreiben Sie weiter, Politik und Wirtschaft hätten aus der Finanzkrise 2008 nichts gelernt. Was hätten sie lernen sollen? Sie sind viel zu stark auf den Kapitalismus fixiert. Dabei wird der Kapitalismus heute vom Talentismus abgelöst, Talente sind der entscheidende Produktionsfaktor. Heute ist entscheidend, wer die besten Human Resources hat. Ausserdem stört es mich, dass die Trennung zwischen Eigentümer und Manager heute verwischt wird. Vor allem im Bankensektor sind durch falsche Gehaltsanreize die Interessen der Manager einseitig mit jenen der Eigentümer verbunden worden. Ein Manager sollte aber im Interesse aller Stakeholder tätig sein. Ausserdem ist ihr Denken viel zu stark auf kurzfristige Ziele ausgerichtet. So geriet das ganze System aus der Balance.

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