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Bei den Lehrlingen fehlen bald die Fachkräfte

Das Lehrstellen-Barometer der Schweiz zeigt noch ein erfreuliches Bild. Nebst der Zunahme von Ausbildungsplätzen gibt es aber auch negative Entwicklungen auf dem Lehrstellenmarkt.

Die Schweizer Unternehmen bieten im laufenden Jahr elf Prozent mehr Ausbildungsplätze für Lehrlinge an. Die positive Entwicklung auf dem Lehrstellenmarkt könnte aber in den nächsten Jahren in einen Fachkräftemangel umschlagen. Diese Ergebnisse der 4. Nationalen Lehrstellen-Konferenz präsentierte Bundesrätin Doris Leuthard in Uzwil SG. Das Lehrstellen-Barometer zeige im Moment ein erfreuliches Bild. Mehr Jugendliche absolvierten eine Berufsausbildung, deutlich weniger seien in der «Warteschlaufe».

Zum Ausbau des Lehrstellen-Angebots hätten die Schaffung von Attest-Lehrstellen, das «Case-Management» und der Einsatz von Lehrstellen-Förderern beigetragen. Diese Massnahmen sollen laut der Volkswirtschaftsministerin auch in wirtschaftlich schwächeren Zeiten gezielt weitergeführt werden.

Bald zu wenig Nachwuchs-Fachkräfte

Demografisch bedingt, werden in den kommenden Jahren jedoch immer weniger Jugendliche auf den Lehrstellenmarkt kommen. Für viele Branchen dürfte es schwieriger werden, Nachwuchs-Fachkräfte zu rekrutieren. Um diese Entwicklung auffangen zu können, wird laut Leuthard ein Frühwarnsystem eingerichtet.

Gemäss dem jüngsten Lehrstellen-Barometer ist die Zahl der Lehrstellen 2008 auf 88'000 gewachsen. 5000 Stellen waren am Stichtag (31. August) noch offen. Gleichzeitig hatten 7000 Jugendliche noch keine Lehrstelle gefunden; das sind 3000 weniger als im Vorjahr. Der Präsident des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB), Paul Rechsteiner, sprach von einem «klaren Fortschritt» auf dem Lehrstellenmarkt. Diejenigen 7000 Jugendlichen, die 2008 keine Lösung gefunden haben, gäben aber Anlass zur Sorge, angesichts der sich abzeichnenden Rezession.

An der Nationalen Lehrstellen-Konferenz am Hauptsitz des Technologiekonzerns Bühler nahmen Experten von Bund, Kantonen, der Berufsbildung, von Arbeitgebern und Arbeitnehmern teil. Thema der Konferenz war der Fachkräftemangel.

SDA/vin

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