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«Bei der Lufthansa gibt es zu viele Doppelspurigkeiten»

Die Lufthansa verfehlt ihre Gewinnziele. Die Aktie stürzt ab, Flüge werden gestrichen. Was bedeutet das für die Lufthansa-Tochter Swiss? Aviatikexperte Christoph Brützel über die Folgen der Gewinnwarnung.

Die Last durch die Lufthansa: Ein Flugzeug der Swiss kreuzt eine Maschine der Lufthansa am Flughafen Zürich. (Archivbild)
Die Last durch die Lufthansa: Ein Flugzeug der Swiss kreuzt eine Maschine der Lufthansa am Flughafen Zürich. (Archivbild)
Steffen Schmidt, Keystone

Herr Brützel, die Lufthansa hat heute eine Gewinnwarnung herausgegeben – unter anderem wegen einer «überraschend schwachen Umsatzentwicklung im Passagier- und Frachtgeschäft». Hat man das nicht kommen sehen?

Für mich ist es keine Überraschung, dass der operative Gewinn für das laufende Jahr nach unten korrigiert wurde. Im konzernweiten Flugangebot gibt es zu viele Doppelspurigkeiten: Allzu oft werden Lokalinteressen der einzelnen Lufthansa-Töchter berücksichtigt, anstatt dass das konzernweite Angebot optimiert würde. Die Fluggesellschaften verstehen sich mehr als Konkurrenten denn als Teil eines integrierten europäischen Konzerns. Die einzelnen Gesellschaften buhlen gegeneinander um die gleichen Kunden statt miteinander.

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