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Bei Novartis ist die Lohnschere am grössten

Das Verhältnis zwischen Höchst- und Tiefstlohn hat sich in den Schweizer Konzernen 2014 kaum verändert. Im Durchschnitt lag es bei 1:128.

Verdiente über 13 Millionen Franken: Novartis-CEO Joe Jimenez. (27. Februar 2015)
Verdiente über 13 Millionen Franken: Novartis-CEO Joe Jimenez. (27. Februar 2015)
Keystone

2013 lag der Unterschied zwischen dem höchsten und dem tiefsten Lohn bei 1:132. Am markantesten war im Jahr 2014 das Verhältnis mit 1:188 in der Nahrungsmittelindustrie, gefolgt von Pharma- und Chemie (1:139) sowie den Banken (1:124), wie einer Mitteilung der Gewerkschaft Unia zu entnehmen ist.

Als Einzelunternehmen obenauf schwangen gemäss der Studie die Pharmakonzerne Novartis und Roche, gefolgt von der Grossbank UBS und dem Nahrungsmittelmulti Nestlé. Hier verdiente die Chefetage rund 200-mal mehr als die einfachen Angestellten.

Lohnschere im Detailhandel leicht kleiner

Ins Auge sticht zudem der Agrochemiekonzern Syngenta, der derzeit vom US-Saatguthersteller Monsanto umworben wird. Bei fast gleich hohem Jahresgewinn kassierte Konzernchef Michael Mack im vergangenen Jahr 3 Millionen Franken mehr. Die Lohnschere öffnete sich deshalb von 1:85 auf 1:144.

Im Detailhandel hat sich die Lohnschere hingegen leicht geschlossen. Sie lag im vergangenen Jahr noch bei 1:18. Der Grund dafür ist, dass die tiefen Löhne insbesondere bei Coop und Migros angehoben wurden.

41 Unternehmen untersucht

Nach Ansicht der Gewerkschaft ist die Abzockerinitiative ein erster Schritt gewesen. Nach wie vor fehle aber ein Hebel, um exorbitante Vergütungen zu unterbinden. Es brauche verbindliche Obergrenzen und klare, griffige Regeln.

Für ihre Studie untersuchte die Gewerkschaft Unia 41 Unternehmen. Das entspricht einem Sechstel aller 220 Unternehmen, die an der Schweizer Börse gehandelt werden. 15 der untersuchten Konzerne gehörten zur Gruppe der 20 grössten Titel.

SDA/rar

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