Bekannte Moderatorin verlässt Schweizer Wirtschafts-TV

Martina Fuchs galt als Aushängeschild des jungen Senders CNN Money Switzerland. Nun geht sie bereits wieder.

Neue Ufer: Martina Fuchs verlagert ihren Lebensmittelpunkt nach London. (pd)

Neue Ufer: Martina Fuchs verlagert ihren Lebensmittelpunkt nach London. (pd)

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Normalerweise werden wichtige Personalien über Medienmitteilungen kommuniziert. Nicht so bei CNN Money Switzerland. Ihren Abschied gibt Martina Fuchs auf dem Karrierenetzwerk Linkedin bekannt.

Sie breche zu neuen Ufern auf, schreibt sie. Sie habe beim Schweizer Wirtschaftssender eine tolle Zeit erlebt. In zwei Jahren vom leeren TV-Studio zum komplett ausgestatteten Sender. «Wir bedauern ihren Weggang sehr, da sie zu unserem Kernteam gehört und eine unglaublich wichtige Figur war für uns beim Aufbau unseres Senders», so eine Sprecherin des englischsprachigen Senders, der über das Schweizer Wirtschaftsgeschehen berichtet.

Fuchs habe mit ihrem Einsatz zum Erfolg des Mediums beigetragen. Nun werde sie die Schweiz verlassen und ihren Lebensmittelpunkt künftig zumindest teilweise nach London verlegen. Die Moderatorin werde in ihrer neuen Rolle aber weiterhin mit CNN Money Switzerland zusammenarbeiten.

Ein Sprachtalent

Für das Franchise-Unternehmen ist der Abgang ein Rückschlag. Vor zwei Jahren war Fuchs als eines der Aushängeschilder wieder in die Schweiz geholt worden. Die Aargauerin hatte davor fünf Jahre in China beim Staatsfernsehen CGTN als Moderatorin und Reporterin gearbeitet.

Auch dort galt sie als eines der Aushängeschilder. Neben Mandarin spricht sie acht weitere Sprachen. «Sie sind wie Boyfriends, nur essenzieller», sagte sie dazu letztes Jahr der «Schweizer Illustrierten». Vor rund 100 Millionen Zuschauern trat Fuchs in Peking als einzige ausländische Reporterin des Senders auf.

Das SRF brachte sie 2017 mit dem Dok-Film «Martinas langer Marsch» den Schweizern näher. Kurz darauf folgte der Wechsel zu CNN Money Switzerland.

Der Kanal ist seit Anfang 2018 auf Sendung. CNN Money Switzerland zählt inzwischen monatlich rund 100'000 Zuschauer – immer noch eine überschaubare Zahl. Senderchef Christophe Rasch sagte dem «SonntagsBlick» vor einem Jahr: «Wir konzentrieren uns ganz bewusst auf einen Nischenmarkt und sind nicht auf Volumen aus.»

Erstellt: 29.07.2019, 14:35 Uhr

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