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BP mit Rekordverlust

Der Nachfolger des angezählten Konzernlenkers Tony Hayward steht fest. Am 1. Oktober übernimmt der Amerikaner Bob Dudley das Zepter. Er muss die Krise und einen Verlust von 17 Milliarden Dollar bewältigen.

Neuer Hoffnungsträger: Dudley soll den glücklosen Hayward ablösen.
Neuer Hoffnungsträger: Dudley soll den glücklosen Hayward ablösen.

BP-Chef Tony Hayward tritt im Oktober zurück. Der für seinen Umgang mit der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko kritisierte Brite wird von BP-Manager Bob Dudley abgelöst, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Der US-Bürger hatte bereits Mitte Juni das Ölpest-Krisenmanagement von Hayward übernommen.

Dudley muss nun den beschädigten Ruf des Konzerns reparieren und eine drohende Übernahme verhindern. Zudem wird vom gebürtigen New Yorker erwartet, dass er die Verstimmungen mit der Regierung und der Bevölkerung in den USA bereinigt. Dudley ist seit über drei Jahrzehnten im Ölgeschäft tätig.

Erster Quartalsverlust seit 18 Jahren

Gleichzeitig mit dem Chefwechsel meldete der Energiekonzern den ersten Quartalsverlust seit dem Jahr 1992. Wegen der Kosten für die Ölpest fuhr BP von April bis Juni einen Verlust von 17,1 Milliarden Dollar ein. Darin enthalten sind 32,2 Milliarden für drohende Verbindlichkeiten als Folge der Ölpest. Im ersten Quartal hatte BP noch einen Gewinn von 6,1 Milliarden verbucht.

Urgestein im amerikanischen Ölgeschäft

Der gebürtige New Yorker Dudley wuchs im US-Bundesstaat Mississippi auf, einem der von der schlimmsten Ölkatastrophe in der US-Geschichte besonders betroffenen Bundesstaaten. Zu Beginn seiner Laufbahn war er zunächst beim US-Konzern Amoco beschäftigt, der sich im Jahr 1998 mit BP zusammenschloss. In dieser Zeit war Dudley bei zahlreichen Einsätzen im Ausland, unter anderem leitete er das britisch-russische Gemeinschaftsunternehmen TNK-BP.

Gemäss der Agentur AP wird der abtretende Chef Tony Hayward bei BP bleiben und zum russischen Joint Venture TNK-BP wechseln.

dapd/raa

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