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Britische «Daily Mail» erwägt Angebot für Yahoo

Das angeschlagene Internetunternehmen Yahoo hat vielleicht schon bald einen Käufer: Die britische Zeitung «Daily Mail» ist laut Medienberichten daran interessiert.

Kriselndes US-Unternehmen: Die Hauptfiliale von Yahoo in Kalifornien. (14. Januar 2015)
Kriselndes US-Unternehmen: Die Hauptfiliale von Yahoo in Kalifornien. (14. Januar 2015)

Bis zum 18. April haben Kaufinteressenten Zeit, ein Angebot für Yahoo abzugeben. Nun wird bekannt, dass auch die Mutter der britischen Zeitung und der Internetseite «The Daily Mail» zusammen mit mehreren Investmentfonds ein Angebot für das kriselnde US-Internetunternehmen erwägt. Daily Mail & General Trust sei vor allem an Medienangeboten von Yahoo interessiert wie Yahoo News, Yahoo Finance oder Yahoo Sports, berichtete das «Wall Street Journal» am Sonntag unter Berufung auf informierte Kreise.

Der einstige Internetpionier Yahoo hatte im Dezember unter dem Druck der Aktionäre entschieden, sein schwächelndes Kerngeschäft mit Suchmaschine und Online-Werbegeschäft in ein neues Unternehmen auszulagern. Es gibt Medienberichten zufolge diverse Interessenten für das gesamte Kerngeschäft von Yahoo oder Teile davon – und auch für Anteile an der lukrativen Beteiligung am chinesischen Internethändler Alibaba und an Yahoo Japan.

Offerte auch von Microsoft

Dazu zählen Medienkonzerne und Investmentgesellschaften. Der Telekommunikationsanbieter Verizon, zu dem bereits die Internetgruppe AOL gehört, hat ein Angebot angekündigt. Auch Microsoft und die Fonds KKR und TPG spielen laut «Wall Street Journal» eine Offerte durch.

Die Abspaltung des Yahoo-Kerns mit Suchmaschine und Online-Werbegeschäft ist ein Rückschlag für Konzernchefin Marissa Mayer, die eigentlich die milliardenschwere Alibaba-Beteiligung abstossen und den Erlös an die Aktionäre ausschütten wollte. Sie steht seit geraumer Zeit in der Kritik. Der Investmentfonds Starboard Value hat angekündigt, den Austausch des kompletten Verwaltungsrats erreichen zu wollen. Diesem gehört auch Mayer an.

AFP/pat

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