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Buffett steckt Milliarden in die Solarbranche

Der US-Investor kauft ein Solarprojekt in Kalifornien, das dereinst soviel Strom liefern soll, wie das AKW Mühleberg. Ein Weckruf?

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Soll nach seiner Fertigstellung das weltweit grösste Solarprojekt sein: Fotovoltaikanlagen im Antelope Valley. (Archivbild)
Soll nach seiner Fertigstellung das weltweit grösste Solarprojekt sein: Fotovoltaikanlagen im Antelope Valley. (Archivbild)

Der Verkauf eines Solarprojekts an einen Stromversorger der Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway von Warren Buffett spült dem US-Unternehmen Sun Power bis zu 2,5 Milliarden Dollar in die Kassen.

Sun Power teilte gestern mit, es habe sich von seinem 579-Megawatt-Antelope-Valley-Solarprojekt in Kalifornien getrennt. Sun Power und der Berkshire-Versorger Mid-American Energy Holdings bezeichneten das Vorhaben als weltgrösstes fotovoltaisches Entwicklungsprojekt. Mit dem Aufbau der beiden dazugehörigen Anlagen soll noch in diesem Quartal begonnen werden.

Aktien von Solarfirmen profitieren

Aktienkurse von Solarfirmen sprangen nach Bekanntgabe des Deals kräftig nach oben. Das deutsche Unternehmen Solarworld gewann am Vormittag ein Zehntel des Aktienkurses. SMA Solar legten neun Prozent auf 20.36 Euro zu. Buffetts Investition scheint sich auch auf die Aktienkurse der hiesigen Solarbranche auszuwirken.

Der grösste Schweizer Player im Solargeschäft, der Berner Konzern Meyer Burger, legt heute an der Börse überdurchschnittlich zu. Der Kurs notierte am Mittag bei 7.06 Franken, 5,37 Prozent höher als am letzten Handelstag im alten Jahr.

Mehrfach in Solartechnik investiert

Sun Power soll an Konstruktion und Betrieb der Anlagen weiterhin beteiligt sein, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Wie «Spiegel online» berichtet, handelt es sich bereits um die dritte grössere Investition von Buffett in der Branche innerhalb von 13 Monaten. Für zwei Milliarden Dollar hatte er im letzten Dezember dem US-Konzern First Solar Chard ein Projekt in Südkalifornien abgekauft.

Buffett ist für sein antizyklisches Marktverhalten bekannt. Nun investiert er abermals in eine Branche, die bei Investoren zurzeit nicht sehr beliebt ist. Die Investitionen in die Solartechnik sind schon seit längerem rückläufig. Dies vor allem aufgrund der starken Konkurrenz aus Asien. Greg Abel, der Chef der Beteiligungsgesellschaft von Buffett, kündigte bereits an, weitere Investitionen in erneuerbare Energien zu tätigen.

Mit Material der Nachrichtenagenturen SDA und DAPD.

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