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Bundesamt kritisiert Preispolitik der Hörgeräte-Branche

Eigentlich hatte der Bund Massnahmen getroffen, um für mehr Wettbewerb zu sorgen. Genützt hat es nichts.

Gehts um die Preispolitik, stösst man bei den Hörgeräte-Herstellern auf tauben Ohren. Foto: PD
Gehts um die Preispolitik, stösst man bei den Hörgeräte-Herstellern auf tauben Ohren. Foto: PD

Der Vorgang hat Seltenheitswert: Das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) kritisiert die Hörgerätebranche in einer Medienmitteilung scharf. Hörgeräte seien im Laden nur unwesentlich günstiger geworden. Die erwartete Belebung der Konkurrenz und Auswirkung auf die Preise lassen auf sich warten.

Hintergrund der Aussagen des Bundesamts ist ein Systemwechsel, der im Sommer 2011 veranlasst wurde. Bis dahin zahlte die Invalidenversicherung (IV) je nach Grad des Hörverlusts zwischen1395 und 2100 Franken pro Gerät. In diesem Preis war auch eine Garantie enthalten, dass ein Akustiker das Gerät während sechs Jahren beliebig oft nacheinstellt. Heute erhalten Hörgeschädigte pro Gerät nur noch eine Pauschale von 840 Franken. Damals wie heute braucht es die Zustimmung eines anerkannten Facharztes, um an die IV-Beiträge zu gelangen.

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