CEO von McDonald’s stolpert über Affäre

Der Chef von McDonald’s, Steve Easterbrook, hat gegen die Unternehmensregeln verstossen und wurde ausgetauscht.

«Angesichts der Werte des Unternehmens stimme ich mit dem Vorstand überein, dass es für mich an der Zeit ist weiterzuziehen»: McDonald’s-CEO Steve Easterbrook. (Archivbild)

«Angesichts der Werte des Unternehmens stimme ich mit dem Vorstand überein, dass es für mich an der Zeit ist weiterzuziehen»: McDonald’s-CEO Steve Easterbrook. (Archivbild) Bild: Richard Drew/Keystone

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Die Fast-Food-Kette McDonald’s hat sich von ihrem Unternehmenschef Steve Easterbrook getrennt. Das Unternehmen teilte am Sonntag mit, Easterbrook habe gegen Richtlinien des Unternehmens verstossen, indem er eine Beziehung mit einer Mitarbeiterin eingegangen sei.

Mit sofortiger Wirkung wurde Chris Kempczinski, zuletzt Präsident von McDonald’s USA, zu seinem Nachfolger ernannt. In einer E-Mail an die Mitarbeiter beschrieb Easterbrook sein persönliches Verhalten als «einen Fehler». «Angesichts der Werte des Unternehmens stimme ich mit dem Vorstand überein, dass es für mich an der Zeit ist weiterzuziehen.»

Zuvor habe der Verwaltungsrat festgestellt, dass Easterbrook «gegen Richtlinien des Unternehmens» verstossen und «ein schlechtes Urteilsvermögen» an den Tag gelegt habe, indem er sich «jüngst auf eine einvernehmliche Beziehung mit einer Mitarbeiterin» eingelassen habe.

Von beiden Seiten gewünscht

Weitere Angaben zu Easterbrooks Ausscheiden aus dem Unternehmen machte McDonald’s nicht. So blieb unklar, ob Easterbrook seinen Rücktritt selbst einreichte oder gekündigt wurde. Die Beziehung, die zur Entlassung führte, wurde laut McDonald’s von beiden Seiten gewünscht.

Das Unternehmen mit weltweit rund 36’000 Schnellrestaurants hatte seine Investoren unter Easterbrooks Führung zuletzt eher enttäuscht. Im dritten Quartal war der Gewinn verglichen mit dem Vorjahreswert um zwei Prozent auf 1,6 Milliarden Dollar gesunken. Der US-Absatz in etablierten Filialen legte mit einem Plus von 4,8 Prozent zwar zu, blieb aber unter den Prognosen der Analysten. (chk/sda)

Erstellt: 04.11.2019, 03:06 Uhr

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