Coca-Cola baut 1200 Stellen ab

Der US-Getränkegigant bekommt das veränderte Konsumverhalten zu spüren – mit harten Konsequenzen für die Belegschaft.

Andere Geschmacktrends: Flaschen mit dem ursprüngelichen Coca-Cola stehen auf einem Transportband im deutschen Genshagen (Brandenburg). (25. April 2017)

Andere Geschmacktrends: Flaschen mit dem ursprüngelichen Coca-Cola stehen auf einem Transportband im deutschen Genshagen (Brandenburg). (25. April 2017) Bild: Jens Kalaene/Keystone

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Coca-Cola verschärft angesichts schleppender Geschäfte seinen Sparkurs und baut 1200 Jobs ab. Damit will der Getränkegigant zusätzlich 800 Millionen Dollar einsparen, erklärte das Unternehmen mit Hauptsitz in Atlanta (Georgia).

Bis 2019 sollen insgesamt 3,8 Milliarden Dollar gespart werden. Der Stellenabbau werde in der zweiten Hälfte 2017 beginnen und sich bis ins Jahr 2018 ziehen, führte das Unternehmen am Dienstag weiter aus.

Zuckerhaltige Getränke sind nicht mehr in

Dem Konzern macht zu schaffen, dass Amerikaner und Europäer zuckerhaltige Getränke vermehrt ablehnen. Zudem ringt Coca-Cola mit hohen Kosten für die Ausgliederung seiner Abfüll-Aktivitäten in Nordamerika. Der Konzern will den Bereich angesichts geringer Gewinn-Margen und sinkender Nachfrage nach zuckerhaltigen Getränken in Nordamerika nicht mehr länger in Eigenregie betreiben.

Das Unternehmen verdiente im ersten Quartal mit 1,18 Milliarden Dollar ein Fünftel weniger als vor Jahresfrist und auch weniger als von Analysten erwartet. Zudem sank der Umsatz das achte Quartal in Folge – diesmal um rund elf Prozent auf 9,12 Milliarden Dollar.

Ein erwarteter Trend

Die Entwicklung zum Jahresauftakt sei von Coca-Cola aber so erwartet worden, sagte der scheidende Unternehmenschef Muhtar Kent. Daher halte man am Ausblick für das Gesamtjahr fest. Er sei zuversichtlich, dass sein Nachfolger James Quincey, der sein Amt kommende Woche antritt, den Konzernumbau erfolgreich abschliessen werde.

Quincey sagte, Coca-Cola arbeite weiter an Produkten mit weniger Zucker. Der Konzern leidet seit längerem darunter, das Konsumenten vermehrt zu Wasser, Smoothies oder Tee statt zu Limonade greifen. Quincey zufolge strafft das Unternehmen zudem seine Geschäftsabläufe, um Kosten zu senken. (fal/sda)

Erstellt: 25.04.2017, 18:32 Uhr

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