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Coop hält Umsatz trotz einem Minus bei den Supermärkten

Der Detailhandel kämpft gegen Einkaufstourismus und Negativteuerung. Die Coop-Gruppe hat ihren Umsatz im vergangenen Jahr dennoch leicht gesteigert, um 0,3 Prozent auf insgesamt 27,8 Milliarden Franken.

Zwei Kunden gehen in einer COOP-Filiale auf eine Kühltruhe mit reduziertem Luzerner Rahmkäse zu. (Archivbild Keystone)
Zwei Kunden gehen in einer COOP-Filiale auf eine Kühltruhe mit reduziertem Luzerner Rahmkäse zu. (Archivbild Keystone)

Coop hat 2012 Verkäufe von 27,8 Milliarden Franken erzielt. Der Detailhandel als wichtigster Geschäftsteil erreichte einen Umsatz von 18,5 Milliarden Franken und damit 0,5 Prozent mehr als im Vorjahr.

In der Mitteilung vom Montag schreibt Coop von einem «erfreulichen Resultat» angesichts teils deutlicher Preisrückgänge und starker Konkurrenz im In- und Ausland. Währungs- und teuerungsbereinigt legte der Umsatz der Gruppe um 1,5 Prozent zu. Die Minusteuerung liege ohne Tankstellen, Öl und Treibstoffe bei -1,8 Prozent.

Abwärts im Kerngeschäft

In den Coop-Filialen und -Supermärkten ging es wie schon im Vorjahr leicht abwärts: Der Absatz sank 2012 um 0,5 Prozent auf 11 Milliarden Franken. Bei einer durchschnittlichen Sortimentsverbilligung von 1,2 Prozent komme dies einem realen Wachstum von 0,7 Prozent gleich, hiess es weiter.

Coop betrieb Ende Jahr 823 eigene Filialen und Supermärkte, 7 mehr als im Vorjahr. Die Verkaufsfläche wuchs weiter, insgesamt um 0,4 Prozent auf rund eine Millionen Quadratmeter.

Durchzogene Bilanz bei Trading und Pronto-Shops

Der Umsatz im Geschäftsbereich Trading, zu dem Warenhäuser wie Coop City, Bau Hobby-Märkte, Toptip-Möbelläden, Interdiscount sowie Christ-Schmuckläden und anderes gehören, ging gar um 2,8 Prozent auf 3,1 Milliarden Franken zurück. Die Sparte zählte insgesamt 566 (-1) Verkaufsstellen.

Zugelegt haben die vollkonsolidierten Tochtergesellschaften, dies um 5,9 Prozent auf insgesamt 3,8 Milliarden Franken Umsatz. Dazu gehören auch die Pronto-Shops, die mit einem Umsatz von 1,0 Milliarden Franken (ohne Treibstoffe) ein Plus von 6,6 Prozent verzeichneten. Der Verkauf von Treib- und Brennstoffen legte noch deutlicher zu.

Online startet durch

Der Online-Verkauf legte sogar um 22,1 Prozent zu auf einen Gesamtumsatz von 0,2 Milliarden Franken, was Coop als «sehr erfreulich» wertet. Der Retail-Hauslieferer coop@home wuchs dabei um 12,6 Prozent auf 96 Millionen Franken Umsatz. Seit November verkaufe auch Christ Uhren und Schmuck übers Internet, heisst es in der Mitteilung.

Die seit Jahresfrist konsolidierte Grosshandelsgruppe Transgourmet registrierte einen Gesamtumsatz von 8,2 Milliarden Franken, was «stabil» sei. In Lokalwährungen – die Sparte ist auch in Frankreich, Deutschland, Polen, Rumänien und Russland tätig – habe ein Umsatzplus von 2,8 Prozent resultiert. Das vollständige Unternehmensergebnis will Coop am 26. Februar publizieren.

SDA/rub

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