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Credit Suisse im Visier der Aktionäre

Ethos-Präsident Dominique Biedermann prüft, den Verantwortlichen an der Generalversammlung ­ die Entlastung zu verweigern. Grund ist ein Abschreiber für die US-Bank DLJ.

CS-Verwaltungsratspräsident Urs Rohner an einer ausserordentlichen Generalversammlung im November 2015. Foto: Keystone
CS-Verwaltungsratspräsident Urs Rohner an einer ausserordentlichen Generalversammlung im November 2015. Foto: Keystone

Dominique Biedermann fiel aus allen Wolken, als er vom Milliardenverlust wegen der US-Bank DLJ hörte, welche die Credit Suisse vor über 15 Jahren erworben hatte. Er sei «sehr erstaunt, dass der Abschreiber auf das DLJ-Investment plötzlich so dringend» gewesen sei, meint der auf Nachhaltigkeit spezialisierte Aktionärsvertreter der Stiftung Ethos. «Alle wussten, das war ein heikler Goodwill, also hätte er schon vor Jahren amortisiert werden können.» Biedermann überlegt sich, dem Verwaltungsrat der CS an der Generalversammlung von Ende April die Decharge, sprich die Entlastung für das Geschäftsjahr 2015, zu verweigern. Anknüpfen will er beim Geld. «Es wurden möglicherweise höhere Boni ausgeschüttet, als dies sonst passiert wäre.»

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