Zum Hauptinhalt springen

CS-Datendiebstahl hat ein Nachspiel

Die Bundesanwaltschaft könnte der Anstiftung zum Datenklau durch deutsche Behörden nachgehen. Zudem bereiten Anwälte Zivilklagen nach der Verurteilung eines Ex-Mitarbeiters der Credit Suisse vor.

«Verschiedene Rechtshilfeersuchen der Bundesanwaltschaft an die deutschen Behörden (...) blieben unbeantwortet»: Auszug aus der Anklageschrift in der Affäre um den CS-Datendiebstahl.
«Verschiedene Rechtshilfeersuchen der Bundesanwaltschaft an die deutschen Behörden (...) blieben unbeantwortet»: Auszug aus der Anklageschrift in der Affäre um den CS-Datendiebstahl.

Gestern wurde der ehemalige Credit-Suisse-Mitarbeiter S.L. im Bundesstrafgericht in Bellinzona in einem abgekürzten Verfahren für den Diebstahl und die Weitergabe von Bankkundendaten bestraft: zwei Jahre bedingt, eine Busse von 3500 Franken und einen Schadenersatz von 180'000 Franken. Eine äusserst milde Strafe, monieren Prozessbeobachter. Vor allem dann, wenn man bedenkt, dass S.L. zusammengerechnet einen Monat seiner Arbeitszeit darauf verwandte, die fraglichen Kundendaten abzusaugen und an die deutschen Behörden weiter zu verkaufen.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.