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Danke dir, Amerika

Man mag den US-Rechtsimperialismus verdammen, doch der VW-Skandal zeigt: Es braucht ihn, um etwas zu bewirken.

Solche Bilder wird VW noch eine Weile sehen. Foto: Phil Rees (Alamy)
Solche Bilder wird VW noch eine Weile sehen. Foto: Phil Rees (Alamy)

In den frühen 80er-Jahren, als die amerikanische Wirtschaft wieder einmal schwächelte und die US-Behörden sich als Weltpolizist hervortaten, war bei uns dieser Satz besonders beliebt: «Amerika hat zwei Exportschlager: Jeans und Gesetze.» Der Anlass damals: ein Verfahren der amerikanischen Steuerfahnder gegen Marc Rich. Wegen Steuerbetrugs drohte ihm eine Gefängnisstrafe von 325 Jahren. Doch das Zuger Establishment deckte ihn. So war der Staatsanwalt gleichzeitig Marc-Rich-Verwaltungsrat, und der Stadtpräsident meinte: «Was gut ist für Marc Rich, ist auch gut für Zug.» Obwohl die Schweiz das Auslieferungsgesuch ablehnte, verhinderte der ameri­kanische Druck, dass Zug vollends zur Bananen­republik verkam.

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