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Darum trat Joe Ackermann zurück

Kritik an den schlechten Zahlen: Pierre Wauthier fühlte sich von seinem Vorgesetzten unter Druck gesetzt und schrieb dies in seinem Abschiedsbrief.

Dass der Wechsel von Joe Ackermann von seinem Posten als CEO der Deutschen Bank ins Präsidium der Zurich Insurance nicht ganz einfach werden würde, war klar. Ackermann ist nicht bekannt dafür, dass er gern zuschaut und die anderen machen lässt. So war es auch in diesem Fall. «Er fand, die Zurich sei ein etwas verstaubter Beamtenladen, den man auf Vordermann bringen sollte», sagt ein Insider, der nicht genannt sein will. Ganz im Gegensatz zum CEO Martin Senn, der immer wieder betonte, wie erfolgreich das Unternehmen sei und wie gut die Zurich durch die Finanz- und Eurokrise gekommen ist.

Offenbar fand Ackermann, der Zustand der Zurich würde gegen innen und aussen zu positiv dargestellt. Eine Ansicht, die ihn in Konflikt mit Ex-Finanzchef Pierre Wauthier brachte, den man vor wenigen Tagen tot in seiner Wohnung gefunden hatte. Die Polizei geht von einem Selbstmord aus. Offenbar hat sie einen Abschiedsbrief gefunden, in dem Wauthier Ackermann Vorwürfe macht und aus dem hervorgeht, dass er sich unter Druck gesetzt fühlte.

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