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Das Verschicken von Briefen wird teurer

Der Preis von einem Franken für einen A-Post-Brief decke die Kosten der Post heute nicht. Dies sagt die Chefin des Unternehmens, Susanne Ruoff. Die Schweizer müssten sich deshalb auf Preiserhöhungen einstellen.

Heute wird weniger über Briefe kommuniziert: Ein Angestellter der Post leert in Zürich einen Briefkasten.
Heute wird weniger über Briefe kommuniziert: Ein Angestellter der Post leert in Zürich einen Briefkasten.
Keystone

Das Verschicken von Briefen dürfte künftig mehr kosten: Die neue Post-Chefin Susanne Ruoff stellt in einem Interview mit der Zeitung «Nordwestschweiz» eine Erhöhung der Preise in Aussicht. Konkrete Zahlen nannte sie aber keine. «Man muss sich auch in Zukunft auf Preiserhöhungen einstellen», sagte Ruoff, die seit Anfang September an der Spitze der Post steht. Der Preis von einem Franken für einen A-Post-Brief decke die Kosten im Privatkundengeschäft heute nicht. Für nächstes Jahr seien bei den A- oder B-Briefen aber noch keine Preiserhöhungen vorgesehen.

Notwendig wird ein Aufschlag laut der Post-Chefin, weil immer weniger Briefe verschickt werden. Das Volumen der Briefpost gehe jedes Jahr um rund zwei Prozent zurück.

Anderes Kommunikationsverhalten

«Die Jungen von heute schreiben nur noch selten Briefe, sie kommunizieren per E-Mail, tauschen sich per Facebook oder Whatsapp aus und bringen Geschenke gleich selber vorbei», sagte Ruoff. Auf diese Entwicklung müsse die Post reagieren.

Sie glaube zwar nicht, dass die Briefpost eines Tages ganz verschwinden werde. Die Frage sei aber, wo sich das Volumen von heute fast fünf Milliarden Briefsendungen und Zeitungen pro Jahr dereinst einpendeln werde und wie weit die Gewinne sinken würden. «Davon wiederum hängen die Stückkosten und damit die Preise ab», sagte Ruoff.

Derzeit verlangt die Post für einen A-Post-Brief einen Franken, für einen B-Post-Brief 85 Rappen. Diese Preise waren letztmals vor neun Jahren erhöht worden.

SDA/kpn

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