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«Datenschutz ist ein Standortvorteil»

Datenschützer Hans-Peter Thür sieht neue Chancen für die Schweiz als Hochsicherheitsbunker im Geschäft mit der Informationsspeicherung. Für Google könne das fehlende Vertrauen zum Nachteil werden.

Mit Hanspeter Thür sprach Michael Marti
Ein Wachmann steht vor einer Panzertür im Speicherzentrum Mount10 in Saanen-Gstaad, bekannt als «Schweizer Fort Knox». Foto: Yann Mingard
Ein Wachmann steht vor einer Panzertür im Speicherzentrum Mount10 in Saanen-Gstaad, bekannt als «Schweizer Fort Knox». Foto: Yann Mingard

Der Schweizer Datenschutz ist deutlich strenger als etwa derjenige in den USA. Firmen wie Swiss Fort Knox machen daraus ein ­Businessmodell und bieten ­Speicherlösungen an im «sichersten Datenzentrum der Welt». Experten sehen darin das Potenzial für eine ganze Industrie – Sie auch?

Das ist ein mögliches Szenarium, weil in aussereuropäischen Ländern wie den USA Daten weniger geschützt sind. Kommt hinzu, dass neuerdings ein New Yorker Gericht Microsoft sogar dazu zwingen will, auch Daten, die auf europäischen Servern liegen, offenzulegen – auch dann, wenn der Nutzer oder Kunde diesen Service ausserhalb der USA nutzt. Microsoft hat dieses Urteil zwar angefochten. Auf einen Schweizer Anbieter können die USA oder auch die EU so nicht zugreifen – dieser Umstand wird in der Tat zu einem Standortvorteil für hiesige Rechenzentren oder Serverfarmen. Und zu einem Geschäft, in dem bereits einheimische Player wie Swisscom oder neuerdings auch die Post verstärkt aktiv werden möchten.

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