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Den Mächtigen auf die Finger schauen

Der neue Chefredaktor des «Tages-Anzeiger» über die Ansprüche an ein Medium angesichts der Konkurrenz durch US-Internetriesen und Schweizer Monopolbetriebe.

MeinungArthur Rutishauser
Klassische Vervielfältigung von Inhalten: Tamedia-Druckzentrum in Zürich. Foto: Nicola Pitaro
Klassische Vervielfältigung von Inhalten: Tamedia-Druckzentrum in Zürich. Foto: Nicola Pitaro

Wir leben in spannenden Zeiten, beunruhigenden manchmal. Wer nach dem Ende des Kalten Krieges gedacht hat, die Geschichte sei geschrieben, sieht sich eines Besseren belehrt: Im Nahen Osten werden im Namen Allahs Köpfe abgeschnitten und die Selfies der Täter in HD-Qualität ins Netz gestellt. Bomben werden mit Bomben vergolten, und der Terror ist in der Ersten Welt angekommen. Ob Beirut, Paris oder San Bernardino, kein Ziel ist zu weit weg, um nicht ins Visier genommen zu werden. Das Elend des Krieges bleibt auch nicht auf der Arabischen Halbinsel, sondern es klopft als menschliche Karawane unerbittlich an Europas Türen und ist kaum mehr abzuweisen. Auch nicht, wenn man immer höhere Grenzzäune baut.

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