Zum Hauptinhalt springen

Denners Marktforschung mit den Postleitzahlen

An den Denner-Kassen wurden Kunden jüngst nach ihrer Postleitzahl gefragt. Das sorgte öfters für erstaunte bis aggressive Reaktionen. Ist diese Art von Marktforschung ein Schritt in Richtung Kundenkarte?

Olivia Raths
«Wie lautet Ihre Postleitzahl?»: Kassierin in einer Denner-Filiale.
«Wie lautet Ihre Postleitzahl?»: Kassierin in einer Denner-Filiale.
Denner

Am Wochenende in einer Denner-Filiale am oberen Zürichsee: Ein Kunde steht in der Schlange vor der Kasse. Dort hört und sieht er Unangenehmes: Ein älterer Käufer flucht und beschwert sich laut bei der Kassierin. Diese ist den Tränen nahe.

Als der Kunde, der dies beobachtet hat, selber an der Reihe ist, wird er nach der Postleitzahl seines Wohnortes gefragt. Er will wissen, weshalb. Die Verkäuferin antwortet: «Für die Statistik.» Dann klagt sie ihr Leid: Jeder zweite, dritte Käufer weigere sich, seinen Wohnort anzugeben, oft würden die Verkäuferinnen sogar beschimpft. Was, wenn der Kunde seine Postleitzahl nicht mitteilen will? Dann tippt sie einfach diejenige der Filiale ins System.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.

Abo abschliessen