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Der Bluthandel mit der DDR

Die DDR beutete Häftlinge aus, um an Devisen zu kommen. Blutpräparate aus Gefängnissen wurden über Schweizer Händler nach Bayern verkauft.

Nicht nur mit der Produktion von Blutpräparaten verschafften sich DDR-Gefängnisse damals Devisen. Foto: Mehner (Ullstein)
Nicht nur mit der Produktion von Blutpräparaten verschafften sich DDR-Gefängnisse damals Devisen. Foto: Mehner (Ullstein)

Die Erinnerungen an das Frauengefängnis Hoheneck lassen Inge Naumann nicht los. Jeden Tag denkt sie daran, in der Nacht sowieso. Sie träumt von Zwangsarbeit, wie sie damals für politische Gefangene in der DDR üblich war. Naumanns Verbrechen: Sie hatte Ausreiseanträge für die BRD gestellt. Naumanns Strafe: Strumpfhosen nähen für die Firma Esda Thalheim. 1400 Stück pro Tag, und wenn das Soll nicht erfüllt war, gab es Strafen. Die Strumpfhosen wurden in die BRD verkauft und lagen zum Beispiel bei Aldi in Bayern im Laden. Kostenpunkt: 68 Pfennig.

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