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Der diskrete Jobkiller

Innert Jahresfrist hat Novartis in zahlreichen Schritten 2500 Arbeitsplätze gestrichen. Das ganze Ausmass hat das Unternehmen jedoch nie offiziell kommuniziert. Die Gewerkschaften sind empört.

Die Pharmaindustrie muss sparen. Auslaufende Patente und sinkende Medikamentenpreise machen der Industrie zu schaffen. Die meisten internationalen Pharmakonzerne wie Pfizer, Sanofi oder Glaxosmithkline haben Sparprogramme angekündigt und streichen Tausende Stellen. In der Schweiz hat Roche vor knapp einem Jahr bekannt gegeben, 4800 Stellen abzubauen und damit ab 2012 jährlich 2,4 Milliarden Franken einzusparen. Konkurrent Novartis streicht zwar auch Stellen, kommuniziert dies aber nur äusserst spärlich.

Fast zeitgleich mit der Ankündigung des Stellenabbaus von Roche hielt Novartis vor knapp einem Jahr eine Investorenpräsentation ab. Das Unternehmen wolle die Produktivität weiter erhöhen, kündigte Konzernchef Joe Jimenez damals an. Angesetzt werde in der Produktion, im Marketing und Verkauf sowie im Einkauf. Darauf angesprochen, ob Stellen gestrichen werden, sagte ein Sprecher, es sei keinerlei Abbau geplant. Auch von einem Sparprogramm könne bei Novartis nicht die Rede sein.

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