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Der Dreamliner bleibt noch lange am Boden

Bis der Dreamliner von Boeing wieder abheben darf, könnte es noch lange dauern. Laut der US-Flugaufsicht FAA müssen zuerst umfangreiche Tests, Analysen und Umbauten vorgenommen werden.

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Die Aufhebung des Flugverbots wird wohl noch anhalten: Die Boeings 787 der All Nippon Airways stehen am Flughafen von Tokio.
Die Aufhebung des Flugverbots wird wohl noch anhalten: Die Boeings 787 der All Nippon Airways stehen am Flughafen von Tokio.

Eine Aufhebung des Flugverbotes für Boeings Dreamliner liegt nach Einschätzung der US-Flugaufsicht FAA noch in weiter Ferne. Sollte die FAA den Umbau-Plänen für die defektanfälligen Lithium-Ionen-Batterien zustimmen, würden «umfangreiche Tests, Analysen und Umbauten fällig, bevor diese Flugzeuge wieder abheben», sagte der Vorsitzende der Behörde, Michael Huerta, vor Abgeordneten in Washington. Nach einer Pannenserie hatte die FAA Mitte Januar ein weltweites Flugverbot für die insgesamt 50 Boeings 787 verhängt.

Boeing hatte der Flugaufsicht in der vergangenen Woche vorgeschlagen, durch verschiedene Umbauten ein abermaliges Überhitzen der komplexen Batterien zu verhindern. Diese Modifizierungspläne will die FAA bis Anfang März prüfen. Die Lithium-Ionen-Akkus sind deutlich effizienter als die in der Luftfahrt üblichen Nickel-Cadmium-Batterien. Doch nach einer erzwungenen Notlandung und der Rauchentwicklung bei einem parkenden Dreamliner hat Boeings einstiges Prestigeprojekt erheblichen Schaden genommen.

«Eine dauerhafte Lösung»

«Ich sehe keinen Grund, der gegen die Anwendung dieser Technologie spricht», sagte der Chef der zivilen Luftfahrtabteilung des Boeing-Konzerns, Ray Conner, in Tokio. Conner führte eine Delegation an, die den japanischen Behörden den Reparaturplan vorstellen soll. Die Batterien der Boeing 787 werden von dem japanischen Unternehmen GS Yuasa hergestellt.

Conner dementierte Medienberichte, wonach GS Yuasa die Umbaupläne auf die Dauer für unzureichend halte. Der Boeing-Manager versicherte, die vorgeschlagenen Änderungen seien «eine dauerhafte Lösung» für die Akku-Probleme. GS Yuasa, ein Auftragnehmer von Boeings französischem Subunternehmer Thales, wollte die Medienberichte nicht kommentieren.

(AFP)

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