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Der Euro erholt sich nur leicht

Nach dem Absturz am Vortag auf das Rekordtief von 1,4300 Franken wurde die europäische Einheitswährung heute Nachmittag zu 1,4516 Franken gehandelt. Die weitere Entwicklung ist unsicher.

Der Euro hat sich heute an den internationalen Devisenmärkten gegen den Franken nur leicht erholt. Der Franken profitiere weiterhin von seiner Rolle als sicherer Hafen für Anlagegelder: «Da geht man hin, wenn es kracht in der Welt», sagte Marco Curti, Leiter Research bei der Zürcher Kantonalbank (ZKB), im «Rendez-vous» von Radio DRS. Als Folge davon war der Euro am Montag auf 1,4300 Franken gefallen, den tiefsten je gehandelten Wert. Heute erholte sich die europäische Einheitswährung etwa auf 1,4516, verglichen mit 1,4486 Franken am Vorabend.

Unsicherheiten dauern an

Eine Prognose zur weiteren Entwicklung des Wechselkurses Euro-Franken ist laut Andreas Küffer, dem stellvertretenden Leiter Devisenverkauf bei der ZKB, derzeit «eine sehr gewagte Sache». Der Euro-Franken-Kurs sei immer noch mit Unsicherheiten behaftet, weil die Finanzmärkte nach wie vor in Aufruhr seien. Im Moment sehe es zwar eher danach aus, dass sich der Sturm legen könnte. Allerdings könnte sich die Situation auch wieder ändern.

Setze sich der Sturm in den Finanzmärkten fort, sei ein weiteres Abgleiten des Euro-Franken-Kurses in Richtung 1,4000 Franken nicht auszuschliessen, so Küffer. Dies sei für die Schweizer Exportwirtschaft eine unerfreuliche Entwicklung. Betroffen sei aber auch der Tourismus, sagte Curti. Die Schweizerische Nationalbank hat laut Küffer aber keine grossen Möglichkeiten, sich im derzeitigen chaotischen Marktgeschehen gegen diese Entwicklung zu stellen.

AP/vin

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