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Der TGV wird umgetauft – neuer Name erntet Spott

Die berühmten TGV-Schnellzüge sollen künftig InOui heissen. Bei den Franzosen stösst der Namenswechsel auf Unverständnis.

Wird schrittweise umbenannt: Ein TGV im Stuttgarter Hauptbahnhof. (Archiv)
Wird schrittweise umbenannt: Ein TGV im Stuttgarter Hauptbahnhof. (Archiv)
Myriam Vogel/AP, Keystone
Die neue Marke «inOui» soll zum Premium-Pendant der bereits bestehenden Low-Cost-Marke «Ouigo» werden: Ein Ouigo im Bahnhof Lyon. (Archiv)
Die neue Marke «inOui» soll zum Premium-Pendant der bereits bestehenden Low-Cost-Marke «Ouigo» werden: Ein Ouigo im Bahnhof Lyon. (Archiv)
Laurent Cipriani/AP, Keystone
Bis 2020 sollen so alle TGV umbenannt werden: Ein TGV am Frankfurter Bahnhof. (Archiv)
Bis 2020 sollen so alle TGV umbenannt werden: Ein TGV am Frankfurter Bahnhof. (Archiv)
Michael Probst/AP, Keystone
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Die französische Bahnbetreiberin SNCF hat angekündigt, sie werde die berühmten «Trains à grande vitesse» (TGV) ab Juli schrittweise in InOui umbenennen. Die neue Marke soll zum Premium-Pendant der bereits bestehenden Low-Cost-Marke Ouigo werden. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Das würde das Ende der Traditionsmarke TGV bedeuten, wie verschiedene französische Medien berichten.

Die umgetauften Züge werden am heutigen Montag im Bahnhof Montparnasse in Paris vorgestellt. «Die Umstellung wird in Etappen erfolgen. Wir beginnen am 2. Juli. Bis Ende 2018 werden 80 Prozent aller Züge umbenannt», sagte ein Pressesprecher der Zeitung «Le Monde». Bis 2020 werde die Umstellung abgeschlossen sein.

«Super Mario heisst neu Robert»

In den sozialen Medien löst die Abschaffung der Marke TGV zumeist Unverständnis und Kopfschütteln aus. «Inouï» heisst so viel wie «unerhört, unglaublich, beispiellos» – und verleitet generell zu manchem Wortspiel. «TGV-Fans sagen ‹Non› zum InOui», titelt in etwa die Finanzzeitung «Les Echos» ihren Artikel zu den Reaktionen.

Ein Lokführer hat auf seinem Account einen Poll publiziert, bei dem mittlerweile Tausende Leute abgestimmt haben. Bei rund 90 Prozent von ihnen stösst der neue Name auf Ablehnung.

«Man würde denken, es sei ein Aprilscherz», meint auch Gilles Klein aus Paris. «Aber wir sind ja im Mai.»

Das sei ja, als ob Nintendo plötzlich Super Mario in Robert umtaufen würde, twittert ein Nutzer aus Pont-de-Veyl.

Einige wenige Nutzer begrüssen den neuen Namen. «Macht weiter mit der Innovation!», schreibt ein Nutzer an die Adresse von SNCF.

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