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Der Vergleich hinkt

Migros behauptet, sie sei billiger als Coop. Coop behauptet, er sei billiger als Migros. Wer hat recht? Experten nehmen Stellung.

«Je nach Methode einer Preiserhebung kommen völlig verschiedene Resultate heraus»: Kunden und Preisschilder in Läden von Coop (links) und Migros.
«Je nach Methode einer Preiserhebung kommen völlig verschiedene Resultate heraus»: Kunden und Preisschilder in Läden von Coop (links) und Migros.
Keystone

Migros und Coop investieren viel Geld in Preisvergleiche, die externe Institute für sie durchführen. Monatlich heisst es dann bei der Migros, dass Kunden bei ihr über 10 Prozent billiger einkauften als bei Erzrivale Coop. In den Erhebungen von Coop schneidet dagegen Coop leicht besser ab als die Migros. Wer hat recht?

Reiner Eichenberger, Wirtschaftsprofessor an der Universität Freiburg, betont gegenüber der «SonntagsZeitung»: «Je nach Methode einer Preiserhebung kommen völlig verschiedene Resultate heraus.» Und Sara Stalder, Geschäftsleiterin der Stiftung für Konsumentenschutz, kritisiert: «Die Unterschiede in den von den Firmen publizierten Vergleichen ergeben sich einzig dadurch, dass die Warenkörbe anders zusammengesetzt sind.»

Mit oder ohne Aktionen?

Vor allem die Tatsache, dass die Migros bei ihren Vergleichen Aktionen einschliesst, ist umstritten. «Wenn wir die gleiche Methode wie die Migros anwenden würden, wären wir ebenfalls 10 Prozent günstiger», sagt Coop-Marketingchef Jürg Peritz der «SonntagsZeitung». Auch Comparis-Chef Eisler kritisiert den Einbezug von Aktionen: «Die Migros-Methode ist nicht haltbar. Damit ist zum vornherein klar, wer gewinnt.»

Für Migros-Marketingchef Oskar Sager ist dagegen klar: «Nur mit dem Migros-Vergleich kann dargestellt werden, wie viel Geld die Kunden bei ihren Einkäufen wirklich sparen: nämlich über 10 Prozent.»

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