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Des Traders Wallfahrt ins Gefängnis

Jérôme Kerviel, der Rogue Trader der Société Générale, tritt seine Haftstrafe an – nach einer grossen Schlussnummer.

Schurke oder Heiliger?: Jérôme Kerviel ist jedenfalls in Haft. Foto: Gonzalo Fuentes (Reuters)
Schurke oder Heiliger?: Jérôme Kerviel ist jedenfalls in Haft. Foto: Gonzalo Fuentes (Reuters)

Als sie ihn abführten, ohne Handschellen, winkte Jérôme Kerviel gelöst in die Kameras. Als wäre er zufrieden mit dem letzten medialen Coup, der ihm da ­gelungen war. Alle französischen Nachrichtensender waren da. Nichts beschäftigte sie in den letzten Tagen mehr als diese vorläufige Schlussepisode des jahrelangen Justizfeuilletons zwischen der Grossbank Société Générale und ihrem früheren Trader. Kerviel, mittlerweile 37 Jahre alt, muss nun also definitiv für drei Jahre ins Gefängnis. Es schien den Richtern zweier Instanzen erwiesen, dass er seinem Arbeitgeber mit abenteuerlicher Zockerei und gefälschten Daten einen Verlust von 4,9 Milliarden Euro eingebrockt hatte.

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