Zum Hauptinhalt springen

Deutsche Konzerne wollen sich keine Frauen aufzwingen lassen

Deutsche Politiker diskutieren zurzeit heiss über die Einführung einer Frauenquote. Eine Umfrage zeigt, dass die Massnahme bei Grosskonzernen auf wenig Gegenliebe stösst.

Nur jede sechste Führungsperson ist eine Frau: Junge deutsche Geschäftsfrau in ihrem Büro.
Nur jede sechste Führungsperson ist eine Frau: Junge deutsche Geschäftsfrau in ihrem Büro.
Reuters

Die deutschen Grosskonzerne lehnen eine Frauenquote für Führungskräfte mit überwältigender Mehrheit ab. 21 der 30 DAX-Unternehmen hätten den Vorschlag einer gesetzlichen Frauenquote zurückgewiesen, berichtete die «Berliner Zeitung» (Donnerstagausgabe) unter Berufung auf eine eigene Umfrage.

Nur der Münchner Versicherungskonzern Allianz habe sich vorsichtig zustimmend zu einer gesetzlichen Frauenquote geäussert. Acht weitere DAX-Firmen hätten eine Stellungnahme abgelehnt.

Nur jede sechste Führungskraft eine Frau

Laut Zeitung ist im Schnitt der jeweiligen Anteile bei den DAX-Konzernen nur jede sechste Führungskraft eine Frau (17,6 Prozent). Besonders wenige Frauen arbeiteten in leitender Stellung beim Industriekonzern ThyssenKrupp (6 Prozent), beim Chemiekonzern BASF (6,5 Prozent) und bei der Bergbaufirma Kali Salz (7 Prozent).

Die für eine Frauenquote aufgeschlossene Allianz belege hinter der Lufthansa den zweiten Platz unter den Unternehmen mit den meisten weiblichen Führungskräften. Bei dem Versicherungskonzern sei nach Angaben des Unternehmens jede dritte Führungskraft eine Frau, bei der Lufthansa seien 41 Prozent der Beschäftigten mit Personalverantwortung weiblich.

dapd/mrs

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch