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Deutsche Landesbanken prüfen Fusion

In Deutschland kommt die Neuordnung der gebeutelten Landesbanken in Fahrt: BayernLB und WestLB wollen sich zusammenschliessen.

Zusammenschluss erwünscht: Die Portale der Grossbanken der deutschen Bundesländer.
Zusammenschluss erwünscht: Die Portale der Grossbanken der deutschen Bundesländer.
Keystone

Die BayernLB hat Interesse an der Düsseldorfer WestLB, wie die angeschlagenen Institute am Montag mitteilten. Ergebnisse der Prüfung sollen bis zum Jahresende vorliegen. Angesichts der Vielzahl komplexer Fragen sei es derzeit offen, ob die Gespräche zum Erfolg führten.

Für die WestLB wird unabhängig davon Ende September der Verkaufsprozess beginnen. Nach den Auflagen der europäischen Wettbewerbshütern für die Garantien der WestLB-Eigentümer muss sie bis Ende kommenden Jahres mehrheitlich in neue Hände kommen.

Druck aus dem Finanzministerium

Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hatte kürzlich den Druck auf die Bundesländer erhöht, sich nicht länger gegen eine Neuordnung bei den Landesbanken zu sperren. Vier Landesbanken mussten in der Finanzkrise mit milliardenschweren Staatshilfen gestützt werden. Der Handlungsbedarf hat sich auch durch die kürzlich beschlossenen schärferen «Basel III»-Eigenkapitalregeln erhöht.

Die WestLB hatte riskante und nicht mehr zum Kerngeschäft gehörende Papiere im Volumen von 77 Milliarden Euro in eine Abwicklungsanstalt ausgelagert. Der Bund hat die Aufspaltung und Rettung der WestLB mit einer Kapitalspritze von insgesamt 3 Millarden Euro unterstützt.

10 Milliarden Euro als Rettungsgeld

Die BayernLB gehört zu den deutschen Banken, die am tiefsten in den Strudel der Finanzkrise gerissen wurden. Nach Fehlspekulationen auf dem amerikanischen Hypothekenmarkt geriet sie in Schieflage und musste mit 10 Milliarden Euro Steuergeld vom Freistaat gestützt werden. Besonders lastete das Desaster bei der in Österreich übernommenen Hypo Alpe Adria auf der BayernLB.

SDA/raa

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