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Die besten Chefs der Schweiz

Ein neuer Index vergleicht Schweizer Unternehmen mit der weltweiten Konkurrenz. Nicht die Finanzbranche, sondern die Uhrenindustrie schneidet im Ranking am besten ab – und mit ihr ein illustrer Firmenchef.

Rang 19: Severin Schwan, Roche.
Rang 19: Severin Schwan, Roche.
Keystone
Rang 18: Brady Dougan, Credit Suisse.
Rang 18: Brady Dougan, Credit Suisse.
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Rang 1: Nick Hayek, Swatch Group.
Rang 1: Nick Hayek, Swatch Group.
Keystone
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Er ist kein Firmenchef, der eine typische Karriere durchlaufen hat. Doch Nick Hayek – Studienabbrecher, ausgebildeter Filmemacher und Paradiesvogel der Schweizer Wirtschaft – ist der erfolgreichste CEO des Landes. Dies besagt zumindest ein Ranking, das die Zürcher Finanzresearch-Firma Obermatt im Auftrag der «SonntagsZeitung» erstellt hat. Das Unternehmen hat Schweizer Firmen mit deren weltweiten Konkurrenz verglichen und in Prozentzahlen berechnet, gegenüber wie vielen Widersachern die hiesigen Konzerne besser abschneiden. Für die Swatch-Group von Nick Hayek beträgt der Wert 70 Prozent – kein Unternehmen im Swiss-Market-Index schnitt besser ab.

Ausschlaggebend für die Statistik sind die Aktienrendite und der operative Gewinn – doch davon zeigt sich Hayek im Interview mit der Zeitung nicht beeindruckt. Er gebe nichts auf Rankings, sagt er. «Weder der Börsenkurs noch der operative Gewinn reflektieren allein die wahre Stärke einer Firma.» Den Erfolg seiner Firma misst der Uhrenzar anders: Ausschlaggebend seien für ihn das Eigenkapital, die Schulden, die Investitionen – und die Motivation der Mitarbeiter. So setze er auf flache Hierarchien. Und offenbar auch auf eine Spur Anarchie: Vor seinem Fenster wehe immer noch die Piratenfahne, sagt Hayek.

UBS lässt CS hinter sich

Letztere dürfte bei den zweit- und drittplatzierten CEO wohl nicht zu finden sein. Dass es die UBS auf Rang 3 geschafft hat, dürfte Oswald Grübel freuen – zumal die Grossbank deutlich besser abschnitt als die Credit Suisse, die den 18. Platz belegt. Im Vorjahr lag die UBS im Ranking ebenfalls noch weiter hinten, doch dank Grübels Radikalkur habe sie es vom 15. Rang aufs Podest geschafft, kommen die Analysten von Obermatt zum Schluss. Rang 2 belegt Synthes mit CEO Michel Orsinger. Der Medizinaltechnologiekonzern ist allerdings zum letzten Mal im Ranking vertreten: Die Firma wurde Ende April für 21,3 Milliarden Dollar von Johnson & Johnson gekauft und ist künftig kein eigenständiges Unternehmen mehr.

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