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Die Deutsche Bahn erhält Konkurrenz aus den 70ern

Start-up der ungewöhnlichen Art: Mit Kult-Waggons aus den 70er-Jahren und Kampfpreisen greift der private Zugbetreiber HKX die Quasi-Monopolstellung der Deutschen Bahn an.

Für Nostalgiker: Auf der wichtigen Fernstrecke Hamburg-Köln sollen alte Rheingold-Waggons zum Einsatz kommen. (15. September 2009)
Für Nostalgiker: Auf der wichtigen Fernstrecke Hamburg-Köln sollen alte Rheingold-Waggons zum Einsatz kommen. (15. September 2009)
Keystone
Kult auf Schienen: Bis zu dreimal täglich soll der HKX-Zug zwischen der Hansestadt und der Rheinmetropole pendeln. (15. September 2009)
Kult auf Schienen: Bis zu dreimal täglich soll der HKX-Zug zwischen der Hansestadt und der Rheinmetropole pendeln. (15. September 2009)
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Erhält erstmals Konkurrenz auf einer wichtigen Hauptstrecke: Die Deutsche Bahn. (13. Oktober 2011)
Erhält erstmals Konkurrenz auf einer wichtigen Hauptstrecke: Die Deutsche Bahn. (13. Oktober 2011)
Keystone
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In drei Wochen beginnt eine neue Ära auf Deutschlands Schienen: Am 23. Juli will der private Zugbetreiber HKX (Hamburg-Köln-Express) auf der wichtigen Fernstrecke Hamburg–Köln an den Start gehen. Bis zu dreimal täglich soll der HKX-Zug zwischen der Hansestadt und der Rheinmetropole pendeln und dabei die wichtigsten Städte dazwischen bedienen.

Damit bekommt die Deutsche Bahn (DB) – als Monopolistin im Personenverkehr das Pendant zu den SBB – erstmals Konkurrenz auf einer wichtigen Hauptstrecke. Bisherige Versuche, etwa jener des französischen Konzerns Veolia zwischen Rostock und Leipzig, haben keinen durchschlagenden Erfolg gezeigt.

Knapp 4 Milliarden auf 400 Kilometern

Die DB setzt laut «Financial Times Deutschland» auf den über 400 Kilometern zwischen Hamburg und Köln jährlich rund 3,8 Milliarden Euro um – ein Kuchen, von dem HKX ab sofort auch ein Stück will.

Laut dem deutschen «Handelsblatt» mietet HKX für den Betrieb vorerst alte Rheingold-Waggons aus den 70er-Jahren an. Der Komfort werde damit der 1. Klasse jener Zeit entsprechen.

Lancierung mit Kampfpreisen

Eine wichtigere Rolle als der Komfort dürften die Preise spielen: Die Tickets, die im Internet gebucht werden können, sollen 20 bis maximal 60 Euro kosten. Der Höchstpreis liegt laut «Handelsblatt» rund 23 Euro unter einem Ticket der Deutschen Bahn auf derselben Strecke im Intercity.

Das Risiko für die HKX-Investoren ist hoch: Rund 16 Millionen Euro haben sie bisher in das Projekt gesteckt. Beteiligt ist auch der auf Bahnprojekte in aller Welt spezialisierte Amerikaner Henry Posner III. Der Betriebsstart war ursprünglich schon für 2010 geplant und ist dann immer wieder verschoben worden.

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