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Die EU garantiert Jugendlichen einen Job

In Europa sind 5,7 Millionen Teenager arbeitslos. Nun greift die EU ein: Eine Jobgarantie soll jungen Menschen mindestens drei Monate nach der Ausbildung oder dem Jobverlust eine Anstellung sichern.

In Portugal ist fast jeder vierte Jugendliche betroffen: Studenten protestieren in Lisabon. (27. Februar 2013)
In Portugal ist fast jeder vierte Jugendliche betroffen: Studenten protestieren in Lisabon. (27. Februar 2013)
AFP

Die 5,7 Millionen arbeitslosen Jugendlichen in der EU sollen künftig schneller Jobs oder Praktikumsplätze vermittelt bekommen. Die EU-Arbeitsminister beschlossen heute in Brüssel eine sogenannte Jugendgarantie, die ein Angebot an arbeitslose Jugendliche innerhalb von vier Monaten vorsieht. Während Jugendarbeitslosigkeit besonders im Süden Europas ein Problem ist, werden in Deutschland dringend Auszubildende gesucht.

Die Jugendarbeitslosigkeit gehört derzeit zu den grossen Sorgen der EU: Ende 2012 waren in den 27 Mitgliedstaaten mehr als 5,7 Millionen Menschen im Alter unter 25 Jahren arbeitslos, das sind mehr als 23 Prozent. In Krisenländern wie Griechenland und Spanien ist sogar mehr als jeder zweite Jugendliche ohne Job. In Portugal und Italien ist fast jeder Vierte betroffen.

Freizügigkeit nutzen

EU-Kommissionschef José Manuel Barroso rief die Mitgliedstaaten auf, den Beschluss so schnell wie möglich umzusetzen. «Mit der Jugendgarantie haben junge Menschen eine wirkliche Chance auf eine bessere Zukunft», sagte der Portugiese. Demnach sollen die Mitgliedstaaten allen EU-Bürgern unter 25 Jahren garantieren, dass sie spätestens vier Monate nach Ende ihrer Ausbildung oder nach dem Verlust ihres Arbeitsplatzes ein Angebot für eine neue Stelle, einen neuen Ausbildungsplatz oder aber zumindest einen Praktikumsplatz erhalten.

Während dies Länder wie Griechenland vor Schwierigkeiten stellen könnte, steht Deutschland vor ganz anderen Problemen. «Wir suchen händeringend junge Menschen, die die offen stehenden Ausbildungsplätze und zum Teil Arbeitsplätze füllen», sagte Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) in Brüssel. «Deshalb ist es so wichtig, innerhalb von Europa die Freizügigkeit zu nutzen.»

Die Bundesregierung bemüht sich darum, gut ausgebildete Fachkräfte aus anderen EU-Ländern anzuwerben. Deutschland hatte Ende des vergangenen Jahres nach EU-Angaben mit acht Prozent die niedrigste Arbeitslosenquote unter jungen Menschen.

AFP/wid

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