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«Die Internetsuche nach Hotels verläuft nicht fair»

Die Weko hat gegen die Buchungsportale Booking.com, HRS und Expedia eine Untersuchung eröffnet. Welche Chancen sich Hotelleriesuisse ausrechnet, erklärt Präsident Guglielmo L. Brentel im Interview.

Gekaufte Suchresultate: Gibt man auf Google einen bestimmten Hotelnamen und Ort als Suchbegriff ein, werden vor der hoteleigenen Website zuerst Seiten von Booking.com angezeigt. Dies ist auch der Fall beim Hotel Kreuz in Solothurn (im Bild).
Gekaufte Suchresultate: Gibt man auf Google einen bestimmten Hotelnamen und Ort als Suchbegriff ein, werden vor der hoteleigenen Website zuerst Seiten von Booking.com angezeigt. Dies ist auch der Fall beim Hotel Kreuz in Solothurn (im Bild).
Gaëtan Bally, Keystone
Immer den «Bestpreis» anbieten: Ob die Zimmer telefonisch via Buchungsportale reserviert werden – letztere verlangen, dass der Hotelier auf allen Kanälen denselben Preis verrechnet.
Immer den «Bestpreis» anbieten: Ob die Zimmer telefonisch via Buchungsportale reserviert werden – letztere verlangen, dass der Hotelier auf allen Kanälen denselben Preis verrechnet.
Keystone
Auch Stammkunden zahlen den «Bestpreis» der Buchungsportale: Dies ist den Hoteliers ein Dorn im Auge.
Auch Stammkunden zahlen den «Bestpreis» der Buchungsportale: Dies ist den Hoteliers ein Dorn im Auge.
Keystone
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Die Hoteliers beklagen missbräuchliche Geschäftspraktiken bei den Buchungsportalen. Weshalb machen sie denn dort mit?

Vor einigen Jahren fing das im kleinen Rahmen an und wuchs dann rasant, als das elektronische Buchen salonfähiger wurde. Im Zuge dessen wurden die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) ständig geändert. Etwa, dass die Hoteliers auf sämtlichen Buchungskanälen dieselben Preise wie auf den Buchungsportalen anbieten müssen, und dies auch den Stammkunden. Zudem stiegen die Kommissionen rasant an. Mit der Zeit vergrösserte sich die Abhängigkeit der Hoteliers von den Buchungsportalen. Wir wollen jedoch nicht zu stark abhängig werden, deshalb intervenierten wir via Weko.

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