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Die Macht der vier Grossen

Weltweit sind Konzerne abhängig von den grossen Wirtschaftsprüfern: PwC, KPMG, Ernst & Young und Deloitte. Die Nahaufnahme eines Missstands.

Bleibt mit ihren weltweiten Geschäften oft im Dunkeln: Die Beratungs- und Prüfungsfirma Ernst & Young (EY) in Zürich. Foto: Keystone
Bleibt mit ihren weltweiten Geschäften oft im Dunkeln: Die Beratungs- und Prüfungsfirma Ernst & Young (EY) in Zürich. Foto: Keystone

Der Anruf der Polizei erreicht Raphaël Halet beim Arzt, mal wieder der Rücken. Ein französischer Beamter informiert Halet darüber, dass in sein Haus eingebrochen und eines seiner Autos gestohlen worden sei. Er möge schnellstens kommen. Halet fährt sofort los. Er ahnt nicht, dass es eine Falle ist.

Als er an seinem Haus im 100-Einwohner-Dörfchen Viviers in Lothringen ankommt, erwarten ihn zwei Polizisten, ein Gerichtsvollzieher, ein Schlosser, ein Computerspezialist und ein Vertreter seines Arbeitgebers: der luxemburgischen Niederlassung der internationalen Beratungsfirma PricewaterhouseCoopers, kurz PwC. Es gab keinen Einbruch und keinen Autodiebstahl – die Finte sollte den PwC-Mitarbeiter nach Hause locken. Die Wartenden präsentieren Halet ein fünfzehnseitiges Schreiben, am Vortag ausgestellt von einer Richterin in Metz. Es ist ein bemerkenswertes Dokument. Der französische Staat macht sich darin zum Helfer eines milliardenschweren multinationalen Unternehmens, das einen Whistleblower aus den eigenen Reihen dingfest machen will.

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