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Die Medien müssen bei Villiger draussen bleiben

Am St. Galler Symposium diskutieren der UBS-Präsident und der Goldman-Vize über eine neue Ethik für die Banken – hinter verschlossenen Türen.

Später galt strikte Geheimhaltung: Eröffnungspodium am St. Galler Symposium.
Später galt strikte Geheimhaltung: Eröffnungspodium am St. Galler Symposium.

UBS-Präsident Kaspar Villiger und der Vize-Vorsitzende der US-Investmentbank Goldman Sachs, Lord Griffiths of Fforestfach, sprachen am St. Gallen Symposium über «Neue Banken- Ethik». Medien waren ausgeschlossen - das Thema sei zu brisant, hiess es.

«Keine Chance, leider». Lasse Stünitz, Mediensprecher des Symposiums, wimmelte am Donnerstag Dutzende von verärgerten Journalisten ab, die an der Veranstaltung «Verlorenes Paradies - Neue Banken-Ethik» mit Villiger und Griffiths teilnehmen wollten.

Geheimhaltung ausdrücklich gewünscht

Was die beiden Spitzenvertreter von UBS und Goldman Sachs zur aktuellen Banken-Ethik-Debatte zu sagen haben, war am Symposium nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. Villiger und Griffiths persönlich hätten die Geheimhaltung ausdrücklich gewünscht, erklärte der Mediensprecher. Veranstaltungen hinter verschlossenen Türen seien am Symposium die Ausnahme; in den vergangenen Jahren sei dies nur etwa drei Mal vorgekommen, sagte Stünitz.

Villiger und Griffiths wollten auch ausserhalb der «Background Session» am Symposium keine Fragen von Journalisten beantworten. Eine Interview-Anfrage der Nachrichtenagentur SDA blockte der Medienverantwortliche ab.

Die Schweizer Grossbank UBS und die US-Investmentbank Goldman Sachs stehen seit der Finanzkrise im Brennpunkt der Diskussion um Boni, Abzockerei, Staatshilfe und strengere Regulierungen. Zuletzt stand vor allem Goldman Sachs in der Kritik; der Bank werden dubiose Finanzgeschäfte und Übervorteilung von Kunden vorgeworfen.

SDA/oku

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