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«Die Nationalbank wird massiver einschreiten»

Im Interview mit Redaktion Tamedia kritisiert der Ökonom Yvan Lengwiler von der Uni Basel die SNB-Intervention als halbherzig. Der Experte rechnet aber mit einem deutlicheren Signal der Nationalbank.

Der Halbjahresverlust der SNB ist laut dem Ökonom Lengwiler irrelevant: Mehr Franken im Umlauf lassen im Gegenzug den Wert des Eurobestands der SNB steigen.
Der Halbjahresverlust der SNB ist laut dem Ökonom Lengwiler irrelevant: Mehr Franken im Umlauf lassen im Gegenzug den Wert des Eurobestands der SNB steigen.

Tag eins nach der SNB-Intervention. War das nicht halbherzig? Der Schritt der Nationalbank ist an sich zu begrüssen, aber ich glaube, er genügt noch nicht. Ich fände es angemessen, wenn die SNB einen Schritt weiter gehen würde und von ihrer bisherigen inflationsorientierten Politik temporär zu einer wechselkursorientierten Politik wechseln würde. Natürlich birgt auch die wechselkursorientierte Politik Risiken. Mittelfristig geht man das Risiko ein, Inflation zu verursachen. Aber nichts zu tun, birgt das unmittelbar grössere Risiko, unsere exportabhängigen Unternehmen nachhaltig zu schädigen.

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