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Die neuen Massenvernichtungswaffen

ETFs sind harmlose Investitionsvehikel für Kleininvestoren. In den Händen von professionellen Spekulanten werden sie jedoch zur Gefahr für das Finanzsystem.

Ein Anruf genügt, und in Sekundenschnelle werden mit komplexen Finanzinstrumenten Milliarden bewegt: Ein Händler an der Londoner Metallbörse im September 2011.
Ein Anruf genügt, und in Sekundenschnelle werden mit komplexen Finanzinstrumenten Milliarden bewegt: Ein Händler an der Londoner Metallbörse im September 2011.
Keystone

Das Zitat von Warren Buffett ist legendär geworden. Er hat einst Derivate als «Massenvernichtungswaffen der Finanzmärkte» bezeichnet. Dabei sind Derivate an sich erstens harmlos und zweitens uralt. Derivate sind eine Art Versicherung, und seit jeher haben sich Bauern damit gegen Ernteausfälle abgesichert. Doch moderne Investmentbanker haben immer wieder bewiesen, dass sie auch aus banalen Finanzinstrumenten gefährliche Waffen schmieden können. Die «Raketenwissenschaftler» der Finanzindustrie sind gewissermassen in der Lage, eine Armbrust in eine Atombombe zu verwandeln. Das haben sie nun offenbar auch mit den Exchange Traded Funds, den ETFs, geschafft.

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