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«Die Strafen werden immer schärfer»

UBS-Präsident Axel Weber beschäftigt sich noch immer zu 80 Prozent mit der Vergangenheit der Bank. Im Interview sagt er, welche Strategien das Institut im Steuerstreit verfolgt und was er von Europa erwartet.

«Unsere Erwartung ist, dass bis Ende 2014 alle betroffenen UBS-Kunden in Deutschland den Nachweis der Steuerkonformität geführt haben»: UBS-Präsident Axel Weber. (Archivbild)
«Unsere Erwartung ist, dass bis Ende 2014 alle betroffenen UBS-Kunden in Deutschland den Nachweis der Steuerkonformität geführt haben»: UBS-Präsident Axel Weber. (Archivbild)
Keystone

Herr Weber, die UBS hat für Bussen und Vergleichszahlungen schon etwa vier Milliarden Franken ausgegeben. Erkaufen Sie der Bank die weisse Weste um jeden Preis? Wer so denkt, hat nicht verstanden, was in der Aufarbeitung der Finanzkrise passiert. Tatsache ist, dass der Preis für aussergerichtliche Vergleiche über Angelegenheiten, die viele Finanzinstitute betreffen, nach aller Erfahrung mit jedem neuen Vergleich eher teurer wird. Dafür gibt es zahlreiche Beispiele. Und es ist keinesfalls so, dass wir uns nur vergleichen. Die Tiefe der Verwerfungen aus der Finanzkrise, die erst jetzt mit der juristischen und regulatorischen Aufarbeitung sichtbar wird, erzeugt einen starken Gegenwind für die Banken, und zwar von den Regulatoren über die Presse bis hin zur breiten Öffentlichkeit. Wer in diesem Umfeld die Vergangenheit schnell und gründlich aufarbeiten kann, sich zu Fehlverhalten bekennt und eine gütliche Einigung erreicht, handelt strategisch richtig.

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