Die Swiss lässt heimlich im Ausland kochen

Die Swiss verspricht Gerichte mit «besten Schweizer Produkten» – doch in der Holzklasse wird ein ausländisches Menu serviert.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

«An Bord servieren wir Ihnen Gerichte und Snacks aus frischen, saisonalen Produkten in bester Schweizer Qualität», verspricht die Swiss auf ihrer Internetseite. Doch ihr Versprechen hält die Airline offenbar nicht.

Wie der «SonntagsBlick» schreibt, tischt die Swiss Essen aus dem Ausland auf. «Die Hauptmahlzeit der Economy Class auf Langstreckenflügen beziehen wir aus Deutschland», bestätigte das Unternehmen gegenüber der Zeitung. Danach wird das Essen mit Lastwagen Hunderte Kilometer nach Zürich transportiert.

Auch die vegetarischen Speisen, die aus dem Hause Hiltl stammen, werden im europäischen Ausland produzieren. Lediglich entwickelt werden die vegetarischen Menüs der Fluggesellschaft im ältesten vegetarischen Restaurant der Welt in Zürich.

Das sagt die Swiss zum Etikettenschwindel

Darauf angesprochen, erklärt ein Swiss-Sprecher im «SonntagsBlick», das Swissness-Versprechen gelte nur für Europaflüge. Die Airline gibt zu, dass dies auf der Internetseite etwas irreführend dargestellt werde. Swiss erklärt, die Problematik intern aufnehmen zu wollen.

Beim Mutterkonzern Lufthansa geht man offenbar noch einen Schritt weiter und produziert das Essen in Tschechien, an der Grenze zu Deutschland. Dort werden philippinische Köche eingestellt, um die Kosten weiter zu drücken. Das Nachrichtenmagazin «Spiegel» berichtete darüber und die Lufthansa bezeichnet die tschechisch-philippinische Küche als «Teil eines harten Sparprogramms» mit dem Namen Optimus.

Für die Swiss wird aber kein Essen aus Tschechien stammen, verspricht die Sprecherin gegenüber dem «SonntagsBlick»: «Das können wir ausschliessen.» Entwarnung gibt es auch für Passagiere der Business und First Class, diese Gerichte werden direkt am Flughafen Zürich gekocht. (anf/woz/dv/sda)

Erstellt: 26.05.2019, 11:54 Uhr

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Paid Post

Willkommen auf dem E-Bauernhof

Im Jahr 2050 gilt es, 9,8 Milliarden Menschen zu ernähren. Somit muss bis dann die Nahrungsmittelproduktion weltweit um 70 Prozent erhöht werden.

Kommentare

Blogs

History Reloaded Brasiliens Sehnsucht nach dem Kaiser
Mamablog Schulzuteilung per Algorithmus?

Die Welt in Bildern

Blumen-Idylle: In Kathmandu, Nepal, fliegt ein Sommervogel von Blüte zu Blüte. (8. November 2019)
(Bild: Navesh Chitrakar) Mehr...