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Die Swiss lässt heimlich im Ausland kochen

Die Swiss verspricht Gerichte mit «besten Schweizer Produkten» – doch in der Holzklasse wird ein ausländisches Menu serviert.

Auf der Internetseite wirbt die Swiss für die Economyklasse noch mit einem «Gericht, hergestellt mit den besten Schweizer Produkten».
Auf der Internetseite wirbt die Swiss für die Economyklasse noch mit einem «Gericht, hergestellt mit den besten Schweizer Produkten».
Screenshot swiss.com
Unter Verpflegung Swiss Economy werden dann «frische, saisonale Produkte in bester Schweizer Qualität» angepriesen.
Unter Verpflegung Swiss Economy werden dann «frische, saisonale Produkte in bester Schweizer Qualität» angepriesen.
Screenshot swiss.com
Entwarnung gibt es nur für Passagiere der Business und First Class: diese Gerichte werden direkt am Flughafen Zürich gekocht.
Entwarnung gibt es nur für Passagiere der Business und First Class: diese Gerichte werden direkt am Flughafen Zürich gekocht.
Christian Beutler, Keystone
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«An Bord servieren wir Ihnen Gerichte und Snacks aus frischen, saisonalen Produkten in bester Schweizer Qualität», verspricht die Swiss auf ihrer Internetseite. Doch ihr Versprechen hält die Airline offenbar nicht.

Wie der «SonntagsBlick» schreibt, tischt die Swiss Essen aus dem Ausland auf. «Die Hauptmahlzeit der Economy Class auf Langstreckenflügen beziehen wir aus Deutschland», bestätigte das Unternehmen gegenüber der Zeitung. Danach wird das Essen mit Lastwagen Hunderte Kilometer nach Zürich transportiert.

Auch die vegetarischen Speisen, die aus dem Hause Hiltl stammen, werden im europäischen Ausland produzieren. Lediglich entwickelt werden die vegetarischen Menüs der Fluggesellschaft im ältesten vegetarischen Restaurant der Welt in Zürich.

Das sagt die Swiss zum Etikettenschwindel

Darauf angesprochen, erklärt ein Swiss-Sprecher im «SonntagsBlick», das Swissness-Versprechen gelte nur für Europaflüge. Die Airline gibt zu, dass dies auf der Internetseite etwas irreführend dargestellt werde. Swiss erklärt, die Problematik intern aufnehmen zu wollen.

Beim Mutterkonzern Lufthansa geht man offenbar noch einen Schritt weiter und produziert das Essen in Tschechien, an der Grenze zu Deutschland. Dort werden philippinische Köche eingestellt, um die Kosten weiter zu drücken. Das Nachrichtenmagazin «Spiegel» berichtete darüber und die Lufthansa bezeichnet die tschechisch-philippinische Küche als «Teil eines harten Sparprogramms» mit dem Namen Optimus.

Für die Swiss wird aber kein Essen aus Tschechien stammen, verspricht die Sprecherin gegenüber dem «SonntagsBlick»: «Das können wir ausschliessen.» Entwarnung gibt es auch für Passagiere der Business und First Class, diese Gerichte werden direkt am Flughafen Zürich gekocht.

woz/dv/sda/anf

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