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Die Swisscom baut unter dem Strich 100 Stellen ab

Der Schweizer Telekomkonzern dementiert einen Bericht der «Handelszeitung» teilweise. Das Unternehmen streiche zwar 400 Stellen, werde aber in anderen Bereichen dafür neue schaffen.

Das Tempo stimmt nicht mehr: Swisscom-Chef Carsten Schloter bei einer Medienkonferenz in Zürich. (13. Juni 2012)
Das Tempo stimmt nicht mehr: Swisscom-Chef Carsten Schloter bei einer Medienkonferenz in Zürich. (13. Juni 2012)

Die Swisscom plane eine «weitreichende Restrukturierung, welche eine Vielzahl von Jobs kosten dürfte», schreibt die «Handelszeitung». In einem Communiqué hat das Unternehmen nun konkrete Zahlen bekannt gegeben. Rund 100 Kader- und 300 dem Gesamtarbeitsvertrag unterstehende Stellen würden abgebaut.

Gleichzeitig will die Swisscom aber auch neue Stellen schaffen: Rund 300 Arbeitsplätze würden geschaffen – in «Wachstumsbereichen», schreibt die Swisscom. Unter dem Strich gehen demnach rund 100 Stellen verloren. Den aktuellen Stellenbestand gibt die Swisscom mit 16'415 Vollzeitstellen im dritten Quartal 2012 an.

Sozialplan angekündet

Für die vom Abbau betroffenen Mitarbeitenden stehe ein Sozialplan bereit, schreibt die Swisscom weiter. Die damit verbundenen Kosten würden die Erfolgsrechnung der Swisscom einmalig im vierten Quartal 2012 mit rund 50 Millionen Franken belasten.

Vom Stellenabbau seien unterstützende Bereiche am stärksten betroffen, sagte eine Mediensprecherin des Unternehmens auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP. Details dazu konnte sie nicht nennen. Allerdings würden bei Geschäftskunden und im Kundenservice Stellen geschaffen.

Die Swisscom agiere in einem dynamischen Markt, der von fundamentalen Umwälzungen geprägt sei, schreibt die Swisscom in der Mitteilung. Das Telefoniegeschäft habe noch vor zehn Jahren den grössten Teil des Umsatzes ausgemacht, seither aber an Bedeutung verloren. Gleichzeitig habe Swisscom zahlreiche neue Geschäfte aufgebaut und damit bereits milliardenschwere Umsätze erzielt. Diese kompensierten das erodierende Telefoniegeschäft weitgehend. Das Arbeitsplatzangebot der Swisscom habe sich dadurch ebenfalls komplett verändert, schreibt das Unternehmen weiter.

Entscheid noch in diesem Jahr

«Über die definitive Organisation entscheidet der Swisscom-Verwaltungsrat noch in diesem Jahr», sagte Swisscom-Sprecher Carsten Roetz laut «Handelszeitung». Der Umbau würde ab 2013 umgesetzt.

Laut «Handelszeitung» haben seit Mai Mitarbeiter des Beratungsunternehmens McKinsey sämtliche Bereiche der Swisscom durchleuchtet. «Es handelt sich um ein konzernübergreifendes Projekt, mit dem die Swisscom in allen Bereichen die Flexibilität erhöhen und die Prozesse vereinfachen möchte», bestätigt Sprecher Roetz den Vorgang.

Bei der Präsentation des Halbjahresergebnisses zeigte sich, dass der grösste Telecomkonzern der Schweiz mit sinkenden Umsatzzahlen kämpft. Auch der Reingewinn des Unternehmens ging im ersten Halbjahr um 3,5 Prozent zurück.

SDA/mw

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