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Die Verfehlungen in der Ära Rohner

2004 –2009

Urs Rohner wechselt als Chef von ProSiebenSat.1 zur Credit Suisse und nimmt dort als Konzernanwalt Einsitz in der Geschäftsleitung. Ab 2006 wird er zudem operativer Chef. Während der Finanzkrise ab 2007 kam die Bank zwar ohne direkte staatliche Unterstützung aus. Im Nachhinein glauben einige Beobachter, dass die Grossbank heute besser dastünde, wenn sie staatliche Hilfe wie die UBS erhalten hätte. 2007 übernimmt Brady Dougan den Chefposten von Vorgänger Oswald Grübel. Zwei Jahre später wechselt Rohner in den Verwaltungsrat.

2011

Ende April wird Rohner zum Präsidenten des Verwaltungsrates gewählt. Im gleichen Jahr einigt sich die CS mit der Staatanwaltschaft Düsseldorf, weil Mitarbeiter der Bank Beihilfe zur Steuerhinterziehung geleistet haben sollen. Gegen eine Zahlung von 180 Millionen Franken stellt die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen ein.

2012

Die Nationalbank übt im Sommer scharfe Kritik am Kapitalpolster der Grossbanken. Insbesondere die CS müsse ihr Eigenakpital dringend weiter erhöhen, um im Falle einer Krise besser gewappnet zu sein, fordert die SNB ultimativ. Die Grossbank weist nur gerade 1,7 Prozent Eigenkapital auf. Die CS trifft die Schelte völlig unvorbereitet. Brady Dougan zeigt sich enttäuscht und überrascht von den Forderungen der Währungshüter.

2014

Die Credit Suisse bekennt sich gegenüber den USA der Beihilfe zur Steuerflucht amerikanischer Bürger schuldig. Sie willigt dafür in einen rekordhohen Vergleich in der Höhe von 2,8 Milliarden Dollar ein. Drei Monate zuvor mussten CS-Chef Brady Dougan und drei weitere Topmanager vor einem Ausschuss des US-Senats zum Thema Steuerhinterziehung antraben. Im gleichen Jahr muss die Bank eine weitere saftige Busse in den USA bezahlen, dieses Mal in der Höhe von 885 Millionen Dollar. Sie einigt sich dabei mit einer US-Behörden die der Bank vorwirft, vor der Finanzkrise verbriefte Hypothekarkredite minderer Qualität verkauft zu haben.

2015

Urs Rohner ernennt Tidjane Thiam zum neuen CS-Chef, der Brady Dougan ablöst. Die Erwartungen an Thiam sind immens. Dreieinhalb Monate stellt er die neue Strategie vor, mit der er die Grossbank massiv umbauen und die Kosten radikal senken will.

2016

Die Bank meldet ein miserables viertes Quartal und schreibt für das gesamte 2015 einen Verlust von knapp 3 Milliarden Franken. Der im letzten Jahr angekündigte Stellenabbau wird forciert. Die Aktie verliert markant an Wert. Zwei Monate später gibt die CS bekannt, den Umbau der Bank zu beschleunigen. Nun sollen 6000 statt anfänglich rund 3000 Stellen gestrichen werden, weil Thiam das Handelsgeschäft noch rascher herunterfahren will. Die Kritik am neuen Chef und Präsident Rohner wird stetig lauter.

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